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Zika brach da aus, wo Forscher Gen-Mücken aussetzten

Thomas Feldhaus

Veröffentlicht · Aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

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Zika-Virus brach da aus, wo Forscher Gen-Mücken aussetzten
Zika-Virus brach da aus, wo Forscher Gen-Mücken aussetzten
Zika-Virus brach da aus, wo Forscher Gen-Mücken aussetzten
Sind Gen-Mücken verantwortlich für die Verbreitung des Zika-Virus in Brasilien? (Screenshot: BBC)

Das Epizentrum des Zika-Ausbruchs ist genau dort, wo Forscher im Jahr 2015 genetisch veränderte Mücken aussetzten. Der Zika-Virus verursacht Geburtsschäden und neurologische Probleme. Bis vor kurzem war das ein vorwiegend auf Brasilien beschränktes Problem.

Doch inzwischen redet man von einer Zika-Pandemie. In Brasilien wurden seit Oktober letzten Jahres 4.000 Babys mit deutlich zu kleinen Köpfen geboren. Und nun hat der Zika-Virus auch die USA erreicht.

Zika-Virus erreicht die USA

„Wir haben einen Fall im US-Bundesstaat Massachusetts, wo eine Person infiziert ist, die in eine Region gereist war, von der wir wissen, dass dort der Zika-Virus übertragen wird“, sagt der Leiter der Abteilung für Epidemiologie und Immunisierung im Gesundheitsministerium, Dr. Larry Madoff.

Der infizierte Mann aus Boston im US-Bundesstaat Massachusetts wird sich voraussichtlich von der Zika-Infektion erholen, die durch Stechmücken und in manchen Fällen auch durch sexuelle Aktivitäten übertragen wird.

Gen-Mücken als Ursache?

In Brasilien hatten Forscher im Jahr 2015 genetisch veränderte Stechmücken ausgesetzt, berichtet Jennifer Lea Reynolds. Nur Monate später wurden in der Region die ersten Babys mit Schädel- und Gehirnfehlbildungen geboren. Inzwischen sind es 4.000 in ganz Brasilien.

Im Juli 2012 errichtete das Unternehmen Oxitec in Brasilien eine Mückenfarm für gentechnisch veränderte Mücken. Ziel war es, das Dengue-Fieber zurückzudrängen, das wie der Zika-Virus von der Gelbfiebermücke übertragen wird.

Im Jahr 2015 wurden die gentechnisch veränderten Stechmücken ausgewildert. Im Juli 2015 sagte Oxitec, dass man die Gelbfiebermücke mit den Gen-Mücken erfolgreich verdrängt habe.

Doch schon im Oktober tauchten dann bei vielen Menschen in der Region verschiedene Krankheiten auf, die im Zusammenhang mit dem Zika-Virus stehen. Ein Zusammenhang ist bisher nicht nachgewiesen. Es könnte sich also auch nur um einen Zufall handeln.

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