
Das Epizentrum des Zika-Ausbruchs ist genau dort, wo Forscher im Jahr 2015 genetisch veränderte Mücken aussetzten. Der Zika-Virus verursacht Geburtsschäden und neurologische Probleme. Bis vor kurzem war das ein vorwiegend auf Brasilien beschränktes Problem.
Doch inzwischen redet man von einer Zika-Pandemie. In Brasilien wurden seit Oktober letzten Jahres 4.000 Babys mit deutlich zu kleinen Köpfen geboren. Und nun hat der Zika-Virus auch die USA erreicht.
Zika-Virus erreicht die USA
„Wir haben einen Fall im US-Bundesstaat Massachusetts, wo eine Person infiziert ist, die in eine Region gereist war, von der wir wissen, dass dort der Zika-Virus übertragen wird“, sagt der Leiter der Abteilung für Epidemiologie und Immunisierung im Gesundheitsministerium, Dr. Larry Madoff.
Der infizierte Mann aus Boston im US-Bundesstaat Massachusetts wird sich voraussichtlich von der Zika-Infektion erholen, die durch Stechmücken und in manchen Fällen auch durch sexuelle Aktivitäten übertragen wird.
Gen-Mücken als Ursache?
In Brasilien hatten Forscher im Jahr 2015 genetisch veränderte Stechmücken ausgesetzt, berichtet Jennifer Lea Reynolds. Nur Monate später wurden in der Region die ersten Babys mit Schädel- und Gehirnfehlbildungen geboren. Inzwischen sind es 4.000 in ganz Brasilien.
Im Juli 2012 errichtete das Unternehmen Oxitec in Brasilien eine Mückenfarm für gentechnisch veränderte Mücken. Ziel war es, das Dengue-Fieber zurückzudrängen, das wie der Zika-Virus von der Gelbfiebermücke übertragen wird.
Im Jahr 2015 wurden die gentechnisch veränderten Stechmücken ausgewildert. Im Juli 2015 sagte Oxitec, dass man die Gelbfiebermücke mit den Gen-Mücken erfolgreich verdrängt habe.
Doch schon im Oktober tauchten dann bei vielen Menschen in der Region verschiedene Krankheiten auf, die im Zusammenhang mit dem Zika-Virus stehen. Ein Zusammenhang ist bisher nicht nachgewiesen. Es könnte sich also auch nur um einen Zufall handeln.


