Martin Armstrong hat für dieses Jahr richtig vorhergesagt, dass in Europa „dritte Parteien“ stark an Kraft gewinnen. Er erwartet außerdem ein Erstarken separatistischer Bewegungen.

Martin Armstrong konnte mit seinem Algorithmus den Schwarzen Montag am 19. Oktober 1987 vorhersagen. Auch die Entkopplung des Schweizer Franken vom Euro prophezeite der Amerikaner richtig.
Die Prognose seines Films vom letzten Jahr, dass Staatsanleihen „heillos überbewertet“ sind, hat sich hingegen noch nicht erfüllt. Recht hatte er hingegen mit seiner Prognose, dass dieses Jahr in ganz Europa „dritte Parteien“, wie er sie nennt, deutlich stärker werden.
Nun sagt der Finanzprophet in einem kurzen Blogeintrag für Europa nicht nur den weiteren Aufstieg der nationalistischen Parteien voraus, sondern auch eine Verschärfung der verschiedenen Unabhängigkeitsbestrebungen auf dem Kontinent.
Der Aufstieg „dritter Parteien“ in Europa
Größere „dritte Parteien“ gibt es inzwischen in fast allen Staaten Europas. Bei der Präsidentenwahl in Österreich hat Norbert Hofer von der FPÖ gerade fast die Hälfte aller Stimmen erhalten. In Deutschland ist die AfD mit bis zu 15 Prozent in bundesweiten Wahlumfragen derzeit die drittstärkste politische Kraft.
In den anderen Staaten Europas sieht es kaum anders aus. Zwar gibt es teils große Unterscheide zwischen den Parteien der folgenden Auflistung. Doch Martin Armstrong fasst sie alle unter dem weiten Begriff „dritte Parteien“ zusammen.
- die Schwedendemokraten,
- die Wahren Finnen,
- die Dänische Volkspartei,
- den Front National in Frankreich,
- die PVV in den Niederlanden,
- Jobbik in Ungarn,
- die Schweizerische Volkspartei,
- die „Volkspartei – Unsere Slowakei“,
- die Lega Nord in Italien und
- die Goldene Morgenröte in Griechenland.
Martin Armstrong über Politiker
Mit dem Begriff „dritte Parteien“ meint der Finanzprophet offenbar, dass die genannten Parteien sich als Alternative zum bisherigen System darstellen. Dass diese Parteien anders sind, macht auch ihren teils überwältigenden Erfolg aus. Armstrong schreibt:
„Das passiert, wenn Politiker denken, dass sie klüger sind als die große Masse, über die sie herrschen. Ihnen fehlt der gesunde Menschenverstand auf allen möglichen Ebenen.“
„Der Aufstieg dritter Parteien ist eine Realität und unser Computer hat Recht gehabt mit dieser Prognose für 2016. Er hat diese Prognose erhalten, indem er einfach das gemacht hat, wozu Regierungen nicht in der Lage zu sein scheinen – politische Trends mit wirtschaftlichen Trends in Beziehung zu setzen.“
„Sozialismus ist die Lite-Version des Kommunismus, wo man zulässt, dass die Leute Privateigentum haben und Häuser kaufen und verkaufen dürfen, statt ihnen vorzuschreiben, wo sie leben müssen. Aber man besteuert die Leute, was das Zeug hält, für das Privileg, existieren zu dürfen.“
Zudem weist Armstrong darauf hin, dass in ganz Europa viele separatistische Bewegungen entstehen – „alle deswegen, weil die Regierung korrupt geworden ist“. Diese Entwicklungen seien alle vorhersehbar. Man müsse sich nur die Daten anschauen.


