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Ist der Markt für Crypto Währungen eine Zeitbombe?

Günther Kranich

Veröffentlicht · 2 Min. Lesezeit

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Ist der Markt für Crypto Währungen eine Zeitbombe? (Foto: Jim Makos)
Ist der Markt für Crypto Währungen eine Zeitbombe? (Foto: Jim Makos)

Der Mitgründer der aufstrebenden, digitalen Währung Ethereum sagt Ja. Sonst wird nur darüber spekuliert welche der vielen neuen Crypto Währungen denn nun die anderen verdrängen wird – steht aber eventuell das ganze System auf wackligen Füßen?

Ist der Markt für Crypto Währungen eine Zeitbombe? (Foto: Jim Makos)
Ist der Markt für Crypto Währungen eine Zeitbombe? (Foto: Jim Makos)

Crypto Währungen werden nur noch verscherbelt

Seitdem Crypto Währungen mit Crowdfunding ins Leben gerufen wurden sind hörte der Hype nicht mehr auf. Die Blockchain-Technologie begeistert nicht nur Investoren in der Technologiebranche, immer mehr Menschen interessieren sich für das digitale Geldsystem.

Mitgründer von Ethereum Charles Hoskinson beobachtet die Entwicklung der Crypto Währungen ganz genau und warnt vor einer Zeitbombe. Auch wenn die Preise im Moment Investoren aus allen Sektoren anlocken, der gesamte Markt, so Hopkinson, ist eine Blase.

Unternehmen haben dieses Jahr 1,3 Milliarden Dollar mit (digitalen) Münzverkäufen verdient, sechs Mal mehr als im Jahr zuvor. Dieser Betrag überholt das Risikokapital der Blockchain Unternehmen um ein Vielfaches.

Ethereum, die digitale Währung in der ethereal blockchain, stieg von 8 Dollar bei Marktbeitritt Anfang des Jahres auf 400 Dollar im letzten Monat an. Bis heute ist der Wert für Ethereum 50 Prozent gefallen, schreibt Bloomberg.

Hoskinson ist Mitglied einer wachsenden Gruppe von Experten, die die Entwicklungen im Crypto-Markt aufs genaueste untersuchen. Sie alle betonen ihr Bedenken über den schnellen Preisanstieg bei Bitcoin, Ethereum und Co. – vor allem auch über Crowdfunding Kampagnen, die mit ihren Ideen Millionen von Dollar generieren – innerhalb weniger Minuten.

Wer mit dem Feuer spielt…

Dass der Markt so viel Feuer bekommt, hätten selbst offizielle Behörden nicht vermuten können. Langsam deutet sich aber an, dass sich die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde mit Regulierungen einmischen möchte. Jeglicher Einfluss von außen stellt jedoch das größte Risiko für den gesamten Markt der digitalen Währungen dar.

Startups generieren Unmengen von Kapital mit sogenannten ICOs. ICOs sind quasi dasselbe wie IPOs ‚Initial Public Offering‘, zu deutsch der Börsengang, bei dem eine Firma Aktien zum öffentlichen Verkauf freigibt. Nur sind ICOs nicht reguliert und haben nicht die gleichen Sicherheiten, geschweige denn rechtlichen Standards wie IPOs.

Mit den ICOs werden Sicherheitsprozesse umgangen. Zum Beispiel wird, anders als bei IPOs, die Legitimität der Investoren nicht geprüft. Im Gegenzug könnten Investoren die gekaufte, digitale Währung verklagen, weil sie nichts über das Kaufrisiko wussten.

Nur weil Firmen ihre digitalen Coins offshore verkaufen heißt das nicht, dass Investoren keine Rechte haben. Der Boom der mit verkauften ICOs erzeugt wurde könnte sich demnach sehr schnell in eine Blase entwickeln.

Dennoch, Crypto Währungen seien, nach den Worten von Ripple Chief Executive Officer Brad Garlinghouse, weiterhin eine der besten Alternativen für Geld- und Kapitalbeschaffung von Unternehmen. Nur muss der gesamt Prozess reguliert werden und vor einem Kollaps bewahrt werden. ICOs werden weiterhin existieren, vielleicht sogar crashen und dann in einer regulierten, verbesserten Form zurückkehren.

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