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Wettrüsten: Asien und Russland überholen den Westen

Günther Kranich

Veröffentlicht · Aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

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Asien und Russland überholen Westen im Wettrüsten. (Foto: Paul Lucas)
Asien und Russland überholen Westen im Wettrüsten. (Foto: Paul Lucas)

Asiatische Länder geben jedes Jahr 90 Milliarden Euro mehr für ihre Rüstung aus als europäischen Nato-Mitglieder. Und während Russland sein Militär verstärkt, rüsten europäische Staaten ab. Der Westen hat seine führende Position im Wettrüsten verloren.

Asien und Russland überholen Westen im Wettrüsten. (Foto: Paul Lucas)
Asien und Russland überholen Westen im Wettrüsten. (Foto: Paul Lucas)

Asien überholt Westen im Wettrüsten

Im Wettrüsten hatte der Westen bisher immer die Nase vorne. Egal ob es um Drohnen oder Cyberwaffen ging, in modernen Kriegstechniken war Europa und die USA unschlagbar. Lange war der Westen dem Rest der Welt militärisch überlegen. Doch aktuell scheint sich das Blatt zu wenden. Asiatischen Länder sind gerade auf der Überholspur und produzieren massenweise Kriegsspielzeuge auf technisch-höchstem Niveau, welche an die ganze Welt verkauft werden.

Gewinner im Wettrüsten sehen heute anders aus als vor 30 Jahren. Inzwischen geht es nicht mehr um die Anzahl der Panzer, mit denen ein Land aufwarten kann. Die Welt hat sich verändert, und so auch die Kriegsführung. Moderne Waffen- und Aufklärungssysteme verlangen technisches Know-how und Experten, die hochkomplexe Systeme zum Laufen bringen. Krieg wird heute größtenteils mit Knöpfen aus dem Büro aus geführt, nicht mehr auf dem Schlachtfeld.

Früher war die Entwicklung moderner Waffensysteme extrem kompliziert und teuer. Heute ist die Produktion von konventionellen Waffen weitaus kostenintensiver als zum Beispiel die Entwicklung von Drohnen. In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Länder, die Drohnen besitzen, verdoppelt, so der Spiegel. Der Irak und Nigeria haben beide Drohnen von China gekauft. Länder, die sich das vor zehn Jahren noch nicht leisten konnten.

Der Westen verliert an militärischer Stärke

Europa gibt weit weniger Geld für seine Verteidigung aus als Asien. Die östlichen Länder investieren fast 90 Milliarden Euro mehr für ihre Sicherheit (oder Stärke) als alle europäischen Nato-Mitglieder zusammen. Diese enorme Summe addiert sich über Zeit und kreiert ein enormes Ungleichgewicht.

Außerdem sank die Zahl der Armeebataillone in Europa extrem nach unten. In den letzten 15 Jahren schrumpften die Bataillone auf 185. Das sind 464 weniger als vor der Jahrtausendwende.

Großbritannien und Frankreich treten in Sachen Kampfjets auf die Bremse und haben innerhalb der letzten 20 Jahre ihr Kontingent halbiert. Die Briten haben noch 194 Jets, die Franzosen 271.

Russland rüstet auf, Europa rüstet ab

Russland wird immer mächtiger. Osteuropäische Nachbarstaaten haben die einflussreiche Wirkung der Russen schon im direkten Kontakt mitbekommen. Westliche Experten warnen vor einer wachsenden, militärischen Stärke Russlands.

Nato-Staaten wären im Ernstfall nicht in der Lage, eine ausreichende Verteidigung gegen Russland auf die Beine zu stellen. Russlands neue Panzer und Marschflugkörper machen die russische Armee wesentlich kraftvoller als die europäische.

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