Chateau Pédesclaux ist ein Tempel für den Wein

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Ein dezentes Chateau aus Stein, eingeschlossen von einer Glasbox und umzingelt von Weinbergen. Dieses Weingut sieht nun aus wie ein futuristischer Tempel. Das relativ unbekannte Chateau liegt in Pauillac. Die Lage von Pédesclaux ist goldwert. 20 Millionen Dollar kosteten die Renovierungsarbeiten.

Chateau Pédesclaux ist ein Tempel für den Wein
Foto: Dennis Jarvis/CC BY-SA 2.0

Es setzt mit seinen Renovierungsarbeiten ein Zeichen und hebt sich von der Konkurrenz mit einem in der Branche unüblichen Stil ab. 

Jacky Lorenzetti ist im Immobiliengeschäft und seit 2009 Besitzer des Weinguts. Er beauftragte Architekt Jean-Michel Wilmotte mit Renovierungsarbeiten und dem Neubau des Weinkellers. Wilmotte bekam den Pritzker Architektur Preis und machte sich an die Arbeit.

Der Keller kommt in dem selben Stil wie das Hauptgebäude. Mit viel Glas und Licht wird das rechteckige Gebäude mit der neuesten Technik verbaut. Alles ist Hightech und ermöglicht dem Winzer bestmögliche Arbeitsprozesse, schreibt BLOOMBERG.

Weinliebhaber Lorenzetti hat 109 Millionen Dollar für die das  Château Pédesclaux bezahlt. Die Renovation kostete 20 Millionen.

Die Lage des Weinguts wurde schon 1855 erkannt. Geologisch gesehen sitzen diese Weinberge auf einem perfekten Boden. Im 17. und 18. Jahrundert begannen schon die ersten Winzer damit, das Land mit Wein zu bepflanzen. Mit Erfolg.

Das Chateau liegt in einer eher ungünstigen Nachbarschaft. Mitten in einem kleinen Industriepark teilt sich das Chateau Pédesclaux die Umgebung unteranderem mit einer Autowerkstatt und einem verkommenen Hotel. Die Qualität der Weine sollte man aber nicht zu schnell unterschätzen.

Trotz der unscheinbaren Lage gelang es dem Chateau sich zu etablieren. Es wird als „fifth growth” in der berühmten 1855 Klassifizierung gelistet. Die Washington Post schreibt, dass die Weine des Chateau Pédesclaux sich in der Grand Cru Klasse stolz sehen lassen können.

Obwohl einer ungünstigen Lage symbolisiert dieses Weingut das „neue Bordeaux”. Die 26 Hektar Weinreben kommen gerade nach der Renovierung von Jean-Michel Wilmotte besonders gut zur Geltung. Manche beschreiben das Weingut nun als Museum oder Aquarium. Einen Besuch ist es Wert!

1 KOMMENTAR

  1. Jaja stimmt… der Boden ist super für die Weine. Die Nachbarschaft des Weinguts ist allerding tatsächlich ziemlich hässlich :D. Die Weine schmecken aber nichtsdestotrotz super gut!

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