Aus Rache zahlt er Steuern mit 300.000 Cent-Münzen

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Rache ist süs: der Amerikaner Nick Stafford hat 2800 Euro Steuerschulden mit insgesamt 300.000 Cent-Münzen bezahlt. Das Department of Motor Vehicles Lebanon, einer Stadt im US-Bundesstaat Lebanon Virginia, war alles andere als erfreut. 

Aus Rache beglich er seine Steuerschulden mit 300.000 Cent-Münzen (Foto: Screenshot Youtube)
Aus Rache beglich er seine Steuerschulden mit 300.000 Cent-Münzen (Foto: Screenshot Youtube)

2.800 Euro Steuerschulden Münzen

Laut der Behörde hatte Stafford es versäumt die Kfz-Steuer für drei seiner Fahrzeuge zu bezahlen. Der Amerikaner ist allerdings anderer Meinung, er gibt der Behörde selbst die Schuld.

Seiner Ansicht nach haben Kommunikationsprobleme zu der Anhäufung der Schulden geführt. Von seiner Unschuld überzeugt ging Stafford vor Gericht – ohne Erfolg. Doch ihm fiel noch etwas anderes ein, um es den Behörden heimzuzahlen.

Nach Berichten des „Herald Courier“ kam Stafford mit fünf Schubkarren voller Pennys in die Kfz-Behörde. Die dortigen Mitarbeiter mussten ihm dabei helfen die insgesamt 725 Kilogramm Geld in das Gebäude zu schaffen.

Rache ist süs

„Wenn die mich belästigen, belästige ich die auch“. Stafford fühlte sich von der Behörde betrogen und belästigt. Aus Rache nahm er sich einige Helfer zur Hand, und machte sich an die Arbeit.

Er zahlte jedem der 11 Helfer zehn Dollar pro Stunde. In vier Stunden packten sie alle gemeinsam unzählige in Papier gewickelte Penny-Rollen aus. Außerdem kosteten ihn die fünf Schubkarren noch einmal 400 Dollar. Am Ende wurde seine Racheaktion ziemlich teuer.

Laut Stafford war die Behörde für sein Anliegen unerreichbar. Er hatte mehrmals versucht zu klären, welches seiner vier Wohnsitze denn nun eingetragen werden muss. Doch keiner der Angestellten konnte ihm eine Antwort geben. Schlussendlich hatte er Kontakt mit zehn verschiedenen Mitarbeitern, hinter zehn verschiedenen Leitungen – keiner fühlte sich zuständig.

Das Gericht lehnte seine Klage wegen Auskunftsverweigerung ab. Am Ende bekam er zwar die richtige Telefonnummer, doch die Kfz-Steuer musste er trotzdem begleichen. Selbst die Gerichtskosten musste er selbst bezahlen.

Die Racheaktion von Stafford belief schlussendlich auf 1005 Dollar. Ein teurer Spaß, der rechtlich gesehen völlig legal ist. In den USA müssen Schuldner seit einem Gesetz aus dem Jahr 1965 „gesetzliche Zahlungsmittel für alle Schulden, öffentliche Gebühren, Steuern und Abgaben“ akzeptieren. In Deutschland ist die Annahmepflicht von Euro- und Centmünzen auf 50 Stück begrenzt.

6 KOMMENTARE

  1. Ne. Einfach auskippen, vorzählen brauchst Du nicht, denn Du begleichst ja Deine Steuerschulden und die müssen nachzählen. Brauchst auch nicht lange drauf warten, sind Beamte, die haben geschworen ehrlich zu sein. Und wenn 3 Cent fehlen sollten – können sie Dir eine Mahnung senden und vorher den Vorgang bearbeiten. Würden sie aber nicht machen, weil doof sind Ämter an sich auch nicht. Finde ich eine klasse Idee wenn man irgendwelche öffentliche Stellen ärgern möchte. Glück auf!

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