Die Nachfrage nach Gated Communities steigt

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Gated Communities werden in Deutschland immer beliebter. Wohlhabende verschanzen sich in umzäunten Wohngemeinden. Denn die Zahl der Einbrüche steigt stark an. Doch auch der Neid nimmt zu.

Gated Communities: umzäuntes Wohnen in Deutschland. (Foto: Sludge G)
Gated Communities: umzäuntes Wohnen in Deutschland. (Foto: Sludge G)

Nun haben es Gated Communities auch nach Deutschland geschafft. Das Konzept kennt man eher aus den USA oder dem Mittleren Osten. Auch in Südamerika hat sich die exklusive Wohnart schon durchgesetzt. In umzäunten Wohngebieten fühlen sich die Wohlhabenden besser umsorgt und vor allem sicherer.

Meistens zeichnen sich diese Wohnviertel durch einen schützenden Zaun, einen Pförtner und Luxus aus. Bewegungsmelder, Kameras und Wachpersonal gehören in geschützten Wohngemeinden in Ägypten oder Russland zum Alltag.

Erste und älteste Gated Community in Deutschland

Die erste Gated Community wurde bereits 1990 in Potsdam errichtet. Auf 28.000 Quadratmeter Wohnfläche haben sich die Bewohner von der Außenwelt abgeschottet. Man fühlt sich hier manchmal etwas einsam, alles sei verlassen, so berichtet eine Bewohnerin der NZZ. Die meisten Nachbarn sind oft vereist und lassen sich nur selten im kalten Deutschland blicken. Hier gefällt ihr der Service des Wachmanns am besten, denn er bringt die Post direkt zu ihr ans Haus.

Der Zaun hält Kriminelle fern. Im Viertel gegenüber wurde ihr zufolge letztes Jahr schon dreimal eingebrochen. In Deutschland ist die Zahl der Wohnungseinbrüche auch im letzten Jahr wieder um fast 10 Prozent gestiegen. Die Polizei kämpft seit Jahren vergeblich gegen Diebstähle in deutschen Haushalten.

Deutschland kritisiert sogenannte Gated Communities

Exklusive und private Wohngemeinden widersprechen der Idee des gemeinsamen Zusammenwohnens. Trotzdem schießen immer mehr beschützte Gemeinden aus dem Boden. Die Nachfrage ist stark. Neidische Kritiker und militante Gegner von Gated Communities machen es den Interssenten aber nicht gerade leicht.

In Marthashof in Berlin konnten Bauarbeiten nur unter Polizeischutz stattfinden, weil militante Aktivisten dagegen demonstrierten und mit Zerstörung drohten. Auch Projekte in München, Leipzig und Münster müssen sich immer wieder mit verurteilenden Berichten der linken Presse und mit neidischen Bürgen auseinandersetzen.

In den USA nehmen Gated Communities schon Ausmaße einer ganzen Stadt an. Deutschland hingegen will nicht erlauben, dass Bevölkerungsgruppen sich zurückziehen. Denn das deutsche Baugesetzbuch schreibt eine sozial-gerechte Bodennutzung vor, was immer das heißen soll.

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