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EZB-Geldpolitik belastet überproportional die Jüngeren

Thomas Feldhaus

Veröffentlicht · 2 Min. Lesezeit

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EZB Geldpolitik Jung Alt
Die Geldpolitik der EZB schadet vor allem den Jüngeren. (Bildlizenz: Public Domain)

Die Geldpolitik der EZB ist eine Umverteilung von Jung nach Alt. Denn die Älteren profitieren von den Blasen bei Finanzwerten und Immobilien. Die Jüngeren hingegen können sich ein Eigenheim erst viel später leisten, als einst ihre Eltern.

EZB Geldpolitik Jung Alt
Die Geldpolitik der EZB schadet vor allem den Jüngeren. (Bildlizenz: Public Domain)

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat einerseits die Zinsen unter Null gesetzt. Andererseits druckt sie massiv Geld, um damit Staatsanleihen der Euroländer und Unternehmensanleihen aufzukaufen. Doch wenn die Blase platzt, werden vor allem die jungen Menschen unter den Folgen leiden müssen.

Aufgrund der niedrigen Zinsen sind die Sparer bisher die großen Verlierer der EZB-Politik gewesen. Gewinner sind einerseits die Schuldner, darunter vor allem die Regierungen und somit auch jene, die von ihnen finanziert werden: zum Beispiel Rentner, Bezieher von Sozialleistungen und öffentlich Angestellte.

Andererseits haben auch die Besitzer von Aktien, Anleihen, Fonds und Immobilien von der EZB-Politik profitiert. Denn alle diese Märkte sind in den letzten Jahren infolge der Geldschwemme der Zentralbanken massiv angestiegen.

Ob die Geldpolitik der EZB für den einzelnen finanziell von Vorteil ist oder nicht, hängt also von der konkreten Struktur seiner Vermögenswerte ab sowie von seiner Position innerhalb des Wirtschaftskreislaufs. Aber auch das Alter spielt eine entscheidende Rolle.

Ältere haben stärker von der Geldpolitik profitiert

Die Älteren verfügen über mehr Vermögen in Form von Finanzwerten und Immobilien als die Jüngeren. Sie haben also entsprechend stärker von den Preisanstiegen profitiert. Zudem sind die hohen Rentenzahlungen nur deshalb möglich, weil die Staaten mithilfe der EZB-Politik billig Schulden machen können.

Die Umverteilung von Jung nach Alt wird am Immobilienmarkt am deutlichsten. Die Jüngeren müssen heute viel länger arbeiten als einst ihre Eltern, um sich noch ein Eigenheim leisten zu können.

Denn nicht nur hat die EZB-Politik die Immobilienpreise in für viele unerschwingliche Höhen getrieben. Sondern auch das Ansparen auf eine Immobilie ist heute viel schwerer, weil die Ersparnisse dank der Zentralbank kaum noch verzinst werden.

Jüngere werden die Zeche zahlen müssen

Die Jüngeren sind nicht nur ärmer als einst ihre Eltern, sondern sie haben außerdem schlechtere Zukunftsaussichten. Die Geldpolitik der Zentralbanken hat massive Blasen geschaffen, die irgendwann platzen müssen.

Wenn die nächste Finanzkrise und die nächste Rezession kommen, so bedeutet dies fallende Unternehmensgewinne, geringere Löhne und Entlassungen. Berufseinsteiger werden das Nachsehen haben, weil die bestehenden Verträge der Älteren deren Arbeitsplätze sichern. Neue Arbeitsverträge werden schlechtere Konditionen beinhalten.

Auch die Steuereinnahmen des Staates werden in der kommenden Rezession zurückgehen. Doch die massive Schuldenlast der Staaten auf allen Ebenen muss von der jüngeren Generation künftig dennoch getragen werden, trotz weniger Vermögen und trotz geringerer Löhne.

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