Norwegen: 400-Millionen-Fonds soll Waldzerstörung stoppen

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Norwegen verschreibt sich dem Schutz der Regenwäldern unserer Erde. Ein neuer Fonds soll vor allem dabei helfen, die Waldrodung in Brasilien zu minimieren. So hieß es auf dem World Economic Forum in der Schweiz. Insgesamt wird der Fonds 400 Millionen Dollar umfassen. Ein Viertel davon übernimmt die norwegische Regierung.

Norwegen: 400-Millionen-Fonds soll Waldzerstörung stoppen (Foto: glennhurowitz)
Norwegen: 400-Millionen-Fonds soll Waldzerstörung stoppen (Foto: glennhurowitz)

400-Millionen-Fonds für die Umwelt

Das Problem der Abholzung geht schon lange über das der verlorenen Natur hinaus. Zwischen 2000 und 2012 mussten 2,3 Millionen Quadratmeter Regenwald für Ackerflächen Platz machen. Damit wurden auch 2,3 Millionen Quadratmeter des einzigartigen, natürlichen Mechanismus zur Aufnahme von Treibhausgasen zerstört.

„Die Zukunft des Planeten hängt von unserer gemeinsamen Fähigkeit ab, die Wälder der Erden uneingeschränkt zu schützen; und wieder herzustellen.“ So Erna Soberg, Premierministerin von Norwegen, berichtet der THE LOCAL.

Dieser Fonds soll Ländern mit Regenwaldvorkommen helfen, ihre Verpflichtungen nach dem Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Im Rahmen der UN-Konferenz 2015 haben 146 Länder ihre Versprechen unterschrieben abgegeben. Gemeinsam soll die Klimaerwärmung auf maximal 2 Grad Celsius beschränkt werden.

„Wir loben den Fonds. Wir befürworten die Kooperation von Regierung und Unternehmen, gerade wenn es um sensible Themen wie den Umweltschutz geht.“ So Everton Lucero, Brasiliens Junior Umweltminister.

100 Millionen Dollar werden direkt von der norwegischen Regierung kommen. Der Rest, so sieht es der Plan vor, kommt in den nächsten Monaten und Jahren aus dem privaten Sektor. Bis 2020 soll der Fonds bei 400 Millionen Dollar umfassen.

Schokoladenhersteller Unilever war die erste Firma, die ihre Unterstürzung zugesagt hat: in den nächsten 5 Jahren kommen 25 Millionen Dollar. Auch Carrefour, Marks & Spencer, Mars und Nestlé werden sich an der Finanzierung beteiligen.

Der Fonds wird Ländern mit großen Waldflächen, wie zum Beispiel Brasilien, bei der Umsetzung ihrer Verpflichtungen im Rahmen des Pariser Klimaabkommen helfen. Gleichzeitig möchte man Armut reduzieren, Hunger eliminieren, ökonomischen Wachstum voran treiben und nachhaltiges Wassermanagement ermöglichen.

Natürlich steht ein Thema und Ziel im Vordergrund: die Reduzierung der Treibhausgase in unserer Atmosphäre. Weltweit ist die Erderwärmung die Nummer eins der Probleme, dass mit den schlimmsten Konsequenzen droht.

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