Investor Bill Gross erwartet kaum Wirtschaftswachstum

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Nach Ansicht von Bill Gross werden die von Donald Trump versprochenen Steuersenkungen, die Infrastrukturausgaben, die Deregulierung und die ent-globalisierte Handelspolitik kein stärkeres Wirtschaftswachstum in den USA bewirken.

Bill Gross Wirtschaftswachstum
Bill Gross erwartet einen deutlichen Rückgang auf den Aktienmärkten. (Screenshot: YouTube)

Gestern hat bereits der Investor Jeff Gundlach vor einer Umkehr der Aktien-Rallye gewarnt. Diese Rallye dauert bereits seit dem Wahlsieg von Donald Trump am 8. November und hat Höchststände bei den amerikanischen Aktienindices gebracht. Anleihen hingegen verzeichneten starke Verluste.

Nach Jeff Gundlach hat nun auch der Investor Bill Gross, der ebenfalls „Anleihekönig“ genannt wird, ähnliche Sorgen geäußert. Er managt den 1,7 Milliarden schweren Janus Global Unconstrained Bond Fund. Sein Anleiheportfolio hat in den letzten drei Wochen stark an Wert verloren.

Man muss die Äußerungen der beiden Investoren natürlich mit Vorsicht genießen, da sie möglicherweise die Märkte mit ihren Äußerungen in die für sie günstige Richtung lenken wollen. Doch in der Vergangenheit lagen sie wiederholt richtig. Bill Gross sagt nun, dass es das von Donald Trumps Präsidentschaft erhoffte Wirtschaftswachstum nicht geben wird.

Bill Gross erwartet kaum Wirtschaftswachstum

Anleger unterlägen einem Irrtum, wenn sie darauf setzen, dass die von Donald Trump versprochenen Steuersenkungen, die Infrastrukturausgaben und die Deregulierung stärkeres Wirtschaftswachstum bewirken, sagte der Fondsmanager Bill Gross in einer Email an Bloomberg.

Die positiven Effekte dieser Maßnahmen würden wahrscheinlich nur vorübergehend sein. Das Wirtschaftswachstum der Zukunft hänge vor allem von der Produktivität ab. Diese verharrt jedoch seit mehreren Jahren und zeige kaum Anzeichen, dass sie sich beschleunigen werde.

Ein starker Dollar und anhaltende strukturelle Probleme darunter die alternde Bevölkerung, eine ent-globalisierte Handelspolitik und eine steigende Schuldenquote in fast allen Staaten bei jetzt höheren Zinsen, werden die Produktivität bei vielleicht 1 Prozent jährlichen Wachstumsraten halten und das reale BIP-Wachstum bei 2 Prozent.

Seit dem Wahlsieg von Donald Trump hat es bei US-Staatsanleihen den stärksten Zinsanstieg seit 2009 gegeben. Die Rendite bei zehnjährigen Staatsanleihen könnte nach Ansicht von Bill Gross bis Ende Dezember auf fast 2,5 Prozent ansteigen. „Ein Investor sollte auf Cash umsteigen.“

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