Zum Inhalt springen
FerryHouse

Featured

EU-Juncker: Regierungen hören zu sehr auf die Wähler

Thomas Feldhaus

Veröffentlicht · Aktualisiert · 1 Min. Lesezeit

Teilen
Jean-Claude Juncker
Jean-Claude Juncker erwartet von den Regierungschefs in der EU mehr Begeisterung und mehr Einsatz für die EU. (Screenshot: YouTube/Ruptly TV)

Nach Ansicht von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hören die Regierungen der EU-Staaten zu sehr auf ihre Wähler. Ihnen fehle ein gesunder europäischer Menschenverstand.

Jean-Claude Juncker
Jean-Claude Juncker erwartet von den Regierungschefs in der EU mehr Begeisterung und mehr Einsatz für die EU. (Screenshot: YouTube/Ruptly TV)

Die gewählten Regierungen der EU-Staaten konzentrieren sich nach Ansicht von Jean-Claude Juncker zu sehr darauf, was sie von der EU bekommen können und wie sie es den Menschen in ihren Ländern rechtmachen können. Stattdessen sollten sie an „historischen“ Projekten wie dem Euro arbeiten.

Der Chef der EU-Kommission hat mehr als 30 Jahren in EU-Institutionen verbracht. Er sprach am Donnerstag auf einer Podiumsdiskussion in den Kapitolinischen Museen in Rom. An der Diskussion nahmen auch der polnische EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz teil.

Jean-Claude Juncker wünscht mehr Vollzeit-Europäer

In den Kapitolinischen Museen wurde im Jahr 2004 die EU-Verfassung unterzeichnet, bevor sie von Referenden in Frankreich und in den Niederlanden abgelehnt wurde. „Das einzige, was ich habe, sind die Kugelschreiber“, sagte der Kommissionschef. Der Ort bringe traurige Erinnerungen zurück.

„Ich erinnere mich an die hochspannende Zeitspanne, als wir den Maastricht-Vertrag vorbereiteten. Und Schritt für Schritt bewegten wir uns in Richtung einer gemeinsamen Währung.“

„Unter den Außenministern und Premiers herrschte der gemeinsame Glaube vor, dass wir ein großes Stück Geschichte verantworteten. Dieser Glaube ist vollkommen weg.“

„Wir haben Vollzeit-Europäer, wenn es darum geht zu nehmen. Und wir haben Teilzeit-Europäer, wenn es darum geht zu geben.“

„Zu viele Politiker hören nur auf ihre nationale Meinung. Und wenn man auf seine nationale Meinung hört, dann entwickelt man nicht, was ein gesunder europäischer Menschenverstand sein sollte. … Wir haben zu viele Teilzeit-Europäer.“

Newsletter

Newsletter

Mit dem Absenden stimmen Sie dem Versand des Newsletters zu.