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Australien bringt Flüchtlinge auf Insel unter

Günther Kranich

Veröffentlicht · Aktualisiert · 3 Min. Lesezeit

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Australien bringt Flüchtlinge auf Insel unter. (Foto: Screenshot)
Australien bringt Flüchtlinge auf Insel unter. (Foto: Screenshot)

Australien bringt Flüchtlinge, die über das Meer ins Land kommen wollen, auf der kleinen Südseeinsel Nauru unter. So schafft es Australien, Konflikte zwischen Flüchtlingen und Einheimischen zu vermeiden. Die Klage einer Flüchtlingsfrau gegen das Leben auf der Insel ist gescheitert.

Australien bringt Flüchtlinge auf Insel unter. (Foto: Screenshot)
Australien bringt seine Flüchtlinge auf der Südseeinsel Insel Nauru unter. (Foto: Screenshot)

Australien geht sehr speziell mit seinen Flüchtlingen um. Auch wenn Asylanträge anerkannt werden, so dürfen Bootsflüchtlinge trotzdem nicht in Australien leben. Stattdessen werden sie auf der Insel Nauru untergebracht.

Frau klagt gegen Australien

Eine Frau aus Bangladesch wurde auf Nauru festgehalten und empfand diese Praktik als rechtswidrig. Sie klagte im Namen von 260 Flüchtlingen, die alle auf der kleinen Insel festgehalten werden. Darunter sind 91 Kinder, die von dem Urteil betroffen wären.

Auf der Insel gibt es nur begrenzte, medizinische Möglichkeiten. Die Klägerin wurde deswegen von Nauru ausgeflogen, um in Austrailen für Komplikationen bei ihrer Schwangerschaft bestmögliche Hilfe zu bekommen. Auch die Kinder wurden zur medizinischen Behandlung nach Australien geflogen. Die Klage befasste sich mit der Rechtslage, ob eine Abschiebung zurück auf Nauru begründbar oder eventuell sogar illegal wäre.

Anwälte begründeten die Klage mit dem Wohlbefinden der Mutter und ihrer kleinen Familie. Eine Rückkehr würde sie, ihren Mann und das Kind traumatisieren. Jede Familie hätte das Recht, sich in einer sicheren und guten Umgebung aufzuhalten.

Australien lässt keine Flüchtlinge ins eigene Land

International wird diese Flüchtlingspolitik scharf kritisiert. Australien hat ein Abkommen mit der Insel Nauru geschlossen, um den Flüchtlingsstrom im eigenen Land besser zu kontrollieren. Fliehende in Booten werden von Nauru festgehalten und nicht nach Australien weiter gelassen. Im November wurden 540 Flüchtlinge auf Nauru untergebracht.

Die Flüchtlingslager auf der Insel machen für ihre schlechten Zustände Schlagzeilen. Menschen sind dort von dem Rest der Welt abgeschnitten und unsicheren Lebensbedingungen ausgesetzt, schreibt das Handelsblatt. Die Flüchtlinge verletzen sich vorsätzlich selbst und sind über die Tatsache, dass sie auf einer Südsee Insel in der Schwebe hängen, nicht glücklich.

Australien ist im Recht

Australien bekam vor Gericht recht. Die australische Art und Weise, mit den Flüchtlingen umzugehen, ist nicht illegal. Sieben Richter haben die Klage abgewiesen und dem Land eine Rechtmäßigkeit ihrer Praktiken bescheinigt.

Laut der australischen Regierung wird nur im besten Interesse der Flüchtlinge gehandelt. Auch die Kooperation mit der Insel Nauru ist komplett legal. Der Vertrag der beiden Länder sieht vor, dass Bootsflüchtlinge, die Australien auf dem Wasserweg erreichen wollen, von Nauru in Gewahrsam genommen werden.

Weniger Flüchtlinge in Australien bedeuten weniger Konflike mit den Einheimischen. Außerdem würde die Wirtschaft von Nauru mit dem Zuzug von vielen neuen Arbeitern ebenfalls profitieren.

Kritiker appellieren an die Moral. Auch wenn das australische Recht die Flüchtlingspolitik bestätige, so lassen sich manche Sachen nicht unbedingt damit rechtfertigen. Die Frau aus Bangladesch brach in Tränen aus, als sie den Urteilsspruch hörte.

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