Viel zu viele, teure Studentenzimmer in Deutschland

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Die Zahl der Studentenzimmer in Deutschland steigt weiter an. Es ist eben viel profitabler Immobilien in kleine Zimmer aufzuteilen und somit so viele Mieter wie möglich zur Kasse zu bitten. Selbst die kleinsten Zimmer werden dabei fast unbezahlbar – allerdings wird das nicht immer so bleiben.

Viel zu viele, teure Studentenzimmer in Deutschland (Foto: Traxcitement)
Viel zu viele, teure Studentenzimmer in Deutschland (Foto: Traxcitement)

Studentenzimmer liefern mehr Ertrag

Immobilien- und Mietpreise steigen in ganz Deutschland weiter an. Wer in einer Großstadt eine Wohnung sucht, muss mit immer steigenden Kosten rechnen – selbst in kleinen Städten werden die ohnehin schon seltenen Wohnagebote immer teurer.

Das betrifft auch Unterkünfte für Studenten. Ähnlich wie in Holland und Portugal, wo große Immobilien günstig aufgekauft und in Mikro-Appartments für Studenten umfunktioniert werden, geht auch in Deutschland der Trend zu sehr kleinen, sehr teuren Zimmer für Studenten.

Studierende sind auch eine gute Zielgruppe. Einerseits haben sie keine Wahl: sie brauchen eine Unterkunft in der Stadt in der sie studieren. Andererseits werden viele von ihnen noch von ihren Eltern unterstützt und können sich mit minimalen Ausgaben die teuren Mieten gerade noch so leisten.

Das Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage wird aber schnell kippen. Studentenwohnungen in Deutschland schießen aus dem Boden wie Mehrfamilienhäuser vor 30 Jahren, nur wird die Zahl der Studierenden den vielen Studentenzimmer nicht folgen, schreibt Business Insider.

Zwar wird es dieses Semester mehr Studierende in Deutschland geben als je zu vor, dennoch hat es sich auch damit getan. Ab nächstem Jahr wird die Zahl der Studenten wieder abfallen und die vielen Studentenzimmer, die nur mit einer extremen Nachrage überleben, leer stehen.

Gebaut wird trotzdem, ob die Studenten nun kommen oder nicht. Vor allem Studentenzimmer ab 500 Euro im Monat gibt es, und wird es mehr als genug in Deutschland geben. Das ist nicht nur viel zu viel für das Budget eines Standard-Studenten, sondern auch nicht haltbar mit einer sinkenden Nachfrage.

Außerdem sollte man das große Geschäft mit Studenten moralisch hinterfragen. Die meisten Studenten die in solch überteuerte Zimmer einziehen, machen das nur in letzter Instanz. Die meisten brauchen einen Studienkredit um sich die Mietkosten leisten zu können – auch das BAföG ist nicht ausreichend dafür.

Studierende suchen sich sobald sie können eine günstige Wohngemeinschaft, um den hohen Mietkosten zu entfliehen. Doch von diesen gibt es immer weniger, denn große Immobilienfirmen kaufen Wohnkomplexe auf um eben genau diese teuren Studentenzimmer auf den Markt zu bringen.

Und das ist verständlich. Hält sich das Preisniveau, ist die Administration eines Studentenhauses sehr profitabel. Sogar viel profitabler als das herkömmliche Geschäft mit Mietshäusern.

Allerdings sind die Kosten der Instandhaltung eines Studentenzimmers weitaus höher als die einer herkömmlichen Wohnung. Oft wechseln Mieter alle sechs Monate und machen damit die Organisation zu einem Vollzeit Job.

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