Mit diesen Tipps gelingt das Praktikum bei einer Bank

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Mit diesen Tipps gelingt das Praktikum bei einer Bank
Mit diesen Tipps gelingt das Praktikum bei einer Bank. (Foto: Simon & His Camera)

Ein Praktikum bei einer Bank kann hart sein. Der Arbeitstag ist lang. Freie Tage gibt es nicht. Mitunter bekommen die Praktikanten mehr Aufgaben, als sie erledigen können. Gerade im Stress sollte man Fehler vermeiden. So erhöht man seine Chancen, im Anschluss an Praktikum von der Bank übernommen zu werden.

Wer Karriere im Finanzsektor machen will, für den ist ein Praktikum bei einer renommierten Bank ein erster Schritt. Denn viele Banken stellen bevorzugt ehemalige Praktikanten ein, allerdings nur dann, wenn diese während des Praktikums einen guten Eindruck hinterlassen haben. Dies sind einige wichtige Hinweise für das erfolgreiche Praktikum bei einer Bank.

Hart arbeiten, Zusagen einhalten

Im Investment Banking wird hart gearbeitet. Auch Praktikanten müssen mit einer hohen Arbeitsbelastung klarkommen, und zwar über die gesamten zehn bis zwölf Wochen ihres Praktikums. Eine Gefahr besteht darin, dass Praktikanten mehr versprechen, als sie einhalten können. Denn sie glauben, eine Aufgabe in ein paar Stunden erledigen zu können, für sie dann tatsächlich einen ganzen Tag brauchen.

Falls man von seine Vorgesetzten mit Arbeit überladen wird, muss man dies auf diplomatische Weise verhindern. Dazu sagt man etwa, dass man die Aufgabe sehr gern erledigen würde genau wie die drei anderen Aufgaben, an denen man gerade arbeitet. Und dann die entscheidende Frage: „Welche Aufgabe soll ich zuerst erledigen?“ Dann muss der Chef praktisch sagen, welche der Aufgaben etwas mehr Zeit hat.

Praktikanten müssen gerade am Anfang auch viele langweilige oder sogar stumpfsinnige Aufgaben erledigen. Trotzdem muss man hier mit voller Konzentration arbeiten, denn gerade wenn es langweilig wird, neigen wir zu Fehlern. Wer hier aufmerksam und sorgfältig arbeitet und keine Fehler macht, der hat den ersten Test bereits bestanden.

Korrekte, unauffällige Kleidung

Praktikanten sollten sich äußerst korrekt kleiden, wie es im Investment Banking eben üblich ist. Doch Angeberei in Form von teuren Anzügen, Uhren oder Schmuck sind tabu. Eine Krawatte von Hermes oder Schuhe von Gucci lässt man zuhause.

Unauffällige Kleidung ist angesagt. Denn niemand mag einen Angeber, es sei denn, der Angeber hat über einen langen Zeitraum schon hervorragende Leistungen vollbracht, erst dann ist es okay.

Freie Tage gibt es nicht

Rein formal haben Praktikanten möglicherweise einige Urlaubstage. Doch auf die sollte man verzichten. Denn man macht das Praktikum bei einer Bank, um dort zu lernen und um seine Einsatzbereitschaft unter Beweis zu stellen. Das wird auch erwartet.

Zudem können junge und motivierte Leute auch mal eine Nacht durchmachen oder länger. Im Jahr 2013 starb der deutsche Praktikant Moritz Erhardt, nachdem er 72 Stunden bei Bank of America Merrill Lynch in London durchgearbeitet hatte. Das war zu viel Einsatz.

Hingegen sollten Praktikanten, die gerade einmal nichts zu tun haben, sich selbstständig nützlich machen. Mögliche Aufgaben sind das Aufräumen der Datenbank und die Erstellung von sinnvollen Listen oder interessanten Kurzberichten. Eventuell müssen Praktikanten konkret um Aufgaben bitten.

Fragen stellen, Antworten mitschreiben

Wenn Praktikanten Fragen stellen, sollten diese Fragen klar und zum Thema sein. Prahlerei kommt nicht gut an. Zudem sollten Praktikanten darauf achten, ihre Fragen zum richtigen Zeitpunkt vorzubringen. Hat der Chef gerade die Zeit und den Nerv dafür?

Praktikanten sollten unbedingt die Antworten des Chefs zumindest in Stickpunkten notieren. Nichts kommt schlechter an, als wenn Praktikanten immer die gleichen Fragen stellen. Daher sollten Praktikanten immer ein Notizbuch dabeihaben, das sie andauernd mit interessanten Informationen auffüllen können.

Man muss wissen, was man will

Selbst wenn man noch nicht genau weiß, was man beruflich machen will, sollte man dies nicht während des Praktikums nicht zu sehr heraushängen lassen. „Ich will nur mal gucken“, kommt bei den Banken nicht gut an. Man sollte also zumindest so tun, als wüsste man genau, dass man ins Investment Banking will.

Nach einem erfolgreichen Praktikum bei einer Bank oder nach ein paar Jahren Berufserfahrung kann man ja dann immer noch sagen „Ich habe es mir anders überlegt“ und zu Private Equity oder zu einem Hedgefonds wechseln. Denn die stellen kaum Leute ein, die gerade erst von der Universität kommen.

Beziehungen zu anderen Praktikanten pflegen

Praktikanten stehen in einem harten Wettbewerb miteinander. Alle wollen die Unterstützung der Chefs und möglichst viel von ihnen lernen. Zudem wollen sie sich möglicherweise später dieselbe Stelle bewerben. Doch die Banken wollen Teamspieler.

Das heißt, man muss trotz aller Konkurrenz gute Beziehungen zu den anderen Praktikanten aufbauen. Dazu fragt man andere Praktikanten, gerade wenn man noch ganz neu ist, was diese einem raten können. Was muss man wissen? Wen muss man kennen? Wen kann man fragen?

Ein Netzwerk aufbauen

Auch zu den übrigen Mitarbeitern müssen Praktikanten möglichst gute Beziehungen aufbauen. Der persönliche Betreuer, Analysten, Associates, die Chefs und die HR-Mitarbeiter – zu allen müssen Praktikanten eine gute persönliche Beziehung entwickeln.

Dies ist nicht nur während des Praktikums wichtig, sondern auch später bei der Entscheidung, welcher Praktikant ein Übernahmeangebot erhält. Da die allermeisten Praktikanten fähig sind, geht es letztlich darum, einen passenden Teamplayer zu finden.

1 KOMMENTAR

  1. Ja, also die Tipps gelten nicht nur für Banken-Praktikanten. Das würden wir in meiner Firma auch so erwarten. „Freie Tage gibt es nicht.“ Das gilt hier auch für den Chef.

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