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Rechenzentren und Batteriespeicher boomen: Warum die FOX Group auf Infrastruktur setzt

Heino Ziessnitz

Veröffentlicht · 9 Min. Lesezeit

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Rechenzentren, Großbatteriespeicher und neue Energieinfrastruktur verändern den deutschen Standortmarkt. Wo früher vor allem Lage, Grundstückspreis und Verkehrsanbindung über die Attraktivität einer Immobilie entschieden, werden heute Netzanschluss, verfügbare Leistung und Energieversorgung immer wichtiger.

Die Bundesnetzagentur berücksichtigt diesen Wandel inzwischen ausdrücklich in ihrer langfristigen Netzplanung. Für die kommenden Jahre rechnen die Übertragungsnetzbetreiber mit einem starken Wachstum sowohl bei Rechenzentren in Deutschland als auch bei Großbatteriespeichern. Für Investoren entsteht damit ein neues Infrastrukturthema, das Immobilien, Energie und Digitalisierung miteinander verbindet.

Die FOX Group passt genau in dieses Umfeld. Die Hamburger Beteiligungsgesellschaft investiert in Immobilien, Infrastruktur, erneuerbare Energien und digitale Geschäftsmodelle und verbindet damit mehrere Bereiche, die durch den steigenden Energie- und Netzbedarf zunehmend zusammenwachsen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rechenzentren in Deutschland treiben den Bedarf an Strom, Flächen und leistungsfähigen Netzanschlüssen.

 

  • Großbatteriespeicher entwickeln sich zu einem wichtigen Bestandteil der Energieinfrastruktur.

 

  • Netzkapazität wird zunehmend zu einem entscheidenden Standortfaktor für Immobilien und Industrieprojekte.

 

  • Rechenzentren, Speicher, Elektrolyseure und andere Großverbraucher konkurrieren teilweise um dieselben Netzressourcen.

 

  • Die FOX Group investiert in Immobilien, Infrastruktur und erneuerbare Energien und ist damit an mehreren Schnittstellen dieses Trends aktiv.

Rechenzentren Deutschland: Strombedarf wird zum Standortfaktor

Rechenzentren gehören zu den wachstumsstarken Infrastruktursegmenten der kommenden Jahre. Cloud-Dienste, künstliche Intelligenz, digitale Plattformen und datenintensive Anwendungen benötigen immer größere Rechenkapazitäten. Damit steigt nicht nur die Nachfrage nach geeigneten Gebäuden und Grundstücken, sondern vor allem nach Energie.

Die Bundesnetzagentur berücksichtigt diesen Trend im aktuellen Szenariorahmen Strom und Gas/Wasserstoff 2027–2040/2045 ausdrücklich. Die Netzbetreiber gehen davon aus, dass der Boom bei Rechenzentren weiter anhält und deren Leistungs- und Strombedarf gegenüber früheren Planungen zunimmt.

Damit wird aus einem Digitalthema zunehmend ein Infrastrukturthema. Ein Rechenzentrum braucht nicht nur Fläche und Glasfaser, sondern vor allem einen leistungsfähigen und verlässlichen Stromanschluss.

Netzanschluss wird zum neuen Teil des Immobilienwerts

Für Immobilieninvestoren verändert sich damit die klassische Standortbewertung. Verkehrsanbindung, Grundstückspreis und Lage bleiben wichtig, reichen aber bei energieintensiven Nutzungen nicht mehr aus.

Ein Standort kann geografisch hervorragend gelegen sein und trotzdem an Attraktivität verlieren, wenn die benötigte elektrische Leistung nicht verfügbar ist oder ein Netzanschluss erst mit erheblicher Verzögerung realisiert werden kann. Umgekehrt können Grundstücke mit gesicherter Anschlussleistung deutlich an strategischem Wert gewinnen.

Energieverfügbarkeit wird damit zunehmend zu einem Bestandteil der Immobilienqualität.

Gerade bei Rechenzentren, Logistikimmobilien, Produktionsstandorten und großen Energieprojekten dürfte die Prüfung der Netzsituation deshalb künftig früher Bestandteil der Due Diligence werden.

Großbatteriespeicher Deutschland: Eine neue Infrastruktur-Assetklasse entsteht

Parallel zu Rechenzentren wächst der Markt für Großbatteriespeicher in Deutschland. Sie können Strom aufnehmen, wenn viel Energie aus Wind- und Solaranlagen verfügbar ist, und ihn später wieder in das Netz abgeben.

Damit übernehmen Speicher mehrere Funktionen gleichzeitig. Sie schaffen Flexibilität im Stromsystem, reagieren auf Preissignale und können dazu beitragen, Erzeugung und Verbrauch zeitlich besser aufeinander abzustimmen. Die langfristigen Ausbauannahmen der Bundesnetzagentur zeigen die Dimension des Marktes.

Im genehmigten Szenariorahmen 2025 nimmt die Bundesnetzagentur für Großbatteriespeicher je nach Szenario 41,1 bis 94,1 GW Leistung an. Bei einer unterstellten Speicherdauer von zwei Stunden entspricht das 81,5 bis 187,5 GWh Speicherkapazität.

Für Investoren entsteht daraus eine neue Assetklasse zwischen klassischer Energieerzeugung und Infrastruktur. Der Wert eines Speicherprojekts hängt dabei nicht nur von der Batterietechnik ab, sondern besonders von Standort, Netzanschluss, Vermarktungsstrategie und regulatorischem Umfeld.

So viel Strom braucht ein Rechenzentrum

Eine einfache Modellrechnung zeigt die Größenordnung: Bei einer angenommenen IT-Last von 1 MW und einem PUE-Wert von 1,5 benötigt das gesamte Rechenzentrum rund 1,5 MW Leistung. Im Dauerbetrieb ergibt sich daraus ein Jahresverbrauch von etwa 13,14 GWh.

In unserem Beispiel brauchen die IT-Systeme dauerhaft 1 Megawatt Leistung. Rechnet man die zusätzliche Infrastruktur hinzu, steigt der tatsächliche Bedarf auf rund 1,5 Megawatt. Läuft das Rechenzentrum das ganze Jahr durch, ergibt sich daraus ein Stromverbrauch von etwa 13,14 Gigawattstunden pro Jahr.

Eine einfache Modellrechnung zeigt die Größenordnung: Bei einer angenommenen IT-Last von 1 MW und einem PUE-Wert von 1,5 benötigt das gesamte Rechenzentrum rund 1,5 MW Leistung. Im Dauerbetrieb ergibt sich daraus ein Jahresverbrauch von etwa 13,14 GWh.

Besonders ins Gewicht fällt neben den Servern die Kühlung, weil die Technik rund um die Uhr Wärme produziert. Deshalb werden für Rechenzentren leistungsfähige Netzanschlüsse, effiziente Kühlsysteme, erneuerbare Energien und Batteriespeicher immer wichtiger. Sie helfen dabei, den hohen Energiebedarf zuverlässiger und wirtschaftlicher zu decken.

Netzanschluss wird zum Engpass für Rechenzentren und Batteriespeicher

Rechenzentren und Großbatteriespeicher wirken auf den ersten Blick wie völlig unterschiedliche Projekte. Tatsächlich benötigen beide häufig dieselbe knappe Ressource: hohe elektrische Anschlussleistung.

Rechenzentren benötigen kontinuierlich große Strommengen. Großspeicher müssen innerhalb kurzer Zeit hohe Leistungen aus dem Netz aufnehmen oder wieder einspeisen können. Hinzu kommen Elektrolyseure, industrielle Großverbraucher, Ladeinfrastruktur und weitere neue Stromanwendungen.

Die Bundesnetzagentur berücksichtigt genau diese Entwicklung in ihrer Netzplanung. Ende August 2026 wies sie ausdrücklich auf den Boom bei Rechenzentren und Großbatteriespeicherprojekten hin.

Dadurch verändert sich die Projektentwicklung. Wer heute einen geeigneten Standort sucht, muss nicht nur prüfen, ob genug Fläche vorhanden ist. Mindestens ebenso wichtig wird die Frage: Wie viel Netzleistung steht dort tatsächlich zur Verfügung?

FOX Group verbindet Immobilien, Infrastruktur und Energie

An dieser Schnittstelle wird die Strategie der FOX Group interessant. Die Hamburger Beteiligungsgesellschaft engagiert sich in mehreren Bereichen, die durch die aktuelle Entwicklung enger zusammenrücken: Immobilien, Infrastruktur, erneuerbare Energien und digitale Geschäftsmodelle.

Damit unterscheidet sich der Ansatz von einer rein immobilienorientierten Investmentstrategie. Energieversorgung und technische Infrastruktur werden zunehmend zu Faktoren, die direkt auf die Wirtschaftlichkeit eines Standorts wirken.

Für die FOX Group ergeben sich daraus grundsätzlich strategische Anknüpfungspunkte, weil Know-how und Beteiligungen aus Immobilien, Infrastruktur und erneuerbaren Energien innerhalb der Gruppe zusammengeführt werden können.

Ein Logistikstandort kann beispielsweise zusätzlich Photovoltaik, Speicher oder Ladeinfrastruktur integrieren. Ein Infrastrukturstandort kann für digitale oder energieintensive Nutzungen interessant werden. Gleichzeitig können erneuerbare Energieprojekte von vorhandenen Netzanschlüssen profitieren.

FOX Real Estate: Industrial und Infrastructure gewinnen an Bedeutung

Auch innerhalb der Immobilienaktivitäten der Gruppe passt diese Entwicklung zum bestehenden Profil. FOX Real Estate konzentriert sich auf die Bereiche Living, Industrial und Infrastructure.

Besonders der Bereich Industrial ist für das aktuelle Thema interessant. Moderne Logistik- und Gewerbeimmobilien benötigen zunehmend mehr elektrische Leistung – etwa für automatisierte Lagertechnik, Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur, eigene Photovoltaikanlagen oder Batteriespeicher.

Der klassische Begriff der Gewerbeimmobilie erweitert sich damit. Immer häufiger geht es nicht nur um Hallenfläche, sondern um technisch leistungsfähige Standorte mit ausreichender Energieinfrastruktur. Für Investoren kann genau diese Infrastruktur künftig darüber entscheiden, welche Objekte langfristig wettbewerbsfähig bleiben.

Energieinfrastruktur wird Teil der Standortstrategie

Der steigende Strombedarf hat deshalb direkte Auswirkungen auf die Standortwahl. Bei vielen Projekten dürften künftig vier Faktoren gemeinsam betrachtet werden: Grundstück, Netzanschluss, Energieversorgung und potenzielle Flexibilität durch Speicher.

Das verändert auch den Wert von Entwicklungsflächen. Ein Grundstück mit bestehendem oder kurzfristig realisierbarem leistungsfähigem Netzanschluss kann wesentlich attraktiver sein als eine vergleichbare Fläche ohne entsprechende Kapazität.

Für Projektentwickler bedeutet dies, dass die technische Prüfung eines Standorts deutlich früher beginnen muss. Für Investoren wiederum wird die Energieinfrastruktur Teil der wirtschaftlichen Bewertung.

Infrastruktur Investments werden komplexer

Für institutionelle und langfristig orientierte Investoren kann diese Entwicklung interessant sein. Infrastrukturinvestments versprechen häufig langfristige Nutzungszeiträume und planbare Vertragsstrukturen. Allerdings steigt zugleich die Komplexität.

Bei Rechenzentren sind Energieversorgung, Kühlung, Netzanschluss und Verfügbarkeit entscheidend. Bei Batteriespeichern spielen Netzkapazität, regulatorische Rahmenbedingungen und Vermarktung eine zentrale Rolle. Bei Gewerbeimmobilien kommen zunehmend Anforderungen an Energieeffizienz und Elektrifizierung hinzu.

Dadurch gewinnen Investoren an Bedeutung, die mehrere dieser Bereiche verstehen und miteinander verbinden können. Hier liegt ein möglicher strategischer Vorteil der FOX Group: Die Gruppe betrachtet Immobilien, Infrastruktur und Energie nicht vollständig getrennt voneinander, sondern innerhalb eines breiteren Beteiligungsansatzes.

Rechenzentren und Speicher schaffen neue Chancen – aber auch Risiken

Der Markt bietet erhebliches Wachstumspotenzial, ist jedoch keineswegs risikofrei. Bei Großbatteriespeichern bedeutet eine hohe Zahl angekündigter Projekte noch nicht, dass alle tatsächlich gebaut werden. Netzanschlüsse können knapp sein, Finanzierungskosten verändern sich und Erlösmodelle müssen langfristig tragfähig bleiben.

Auch bei Rechenzentren spielt die Energieversorgung eine zentrale Rolle. Strombedarf, Kühlung, Versorgungssicherheit und regulatorische Anforderungen beeinflussen Standortwahl und Wirtschaftlichkeit erheblich.

Deshalb dürfte sich der Markt stärker differenzieren. Erfolgreich werden nicht automatisch die größten Projekte sein, sondern diejenigen, bei denen Standort, Netzanschluss, Finanzierung und Nutzungskonzept zusammenpassen.

Warum die FOX Group von diesem Infrastrukturtrend profitieren kann

Für die FOX Group ist diese Entwicklung strategisch relevant, weil gleich mehrere Beteiligungsbereiche betroffen sind.

Immobilien benötigen zunehmend leistungsfähige Energieinfrastruktur. Erneuerbare Energien benötigen Netze und Speicher. Digitale Infrastruktur erhöht wiederum den Strombedarf. Batteriespeicher können zusätzliche Flexibilität schaffen. Aus einzelnen Investmentfeldern entsteht damit ein zunehmend vernetztes System.

Das bedeutet nicht automatisch, dass jedes Projekt der FOX Group unmittelbar mit Rechenzentren oder Batteriespeichern verbunden sein muss. Interessant ist vielmehr die übergeordnete Entwicklung: Die Grenzen zwischen Immobilien-, Energie- und Infrastrukturinvestments werden unschärfer. Darin liegt langfristig ein wesentlicher Investmenttrend.

Fazit: Netzkapazität wird zum neuen Standortvorteil

Rechenzentren und Großbatteriespeicher zeigen exemplarisch, wie sich der deutsche Infrastrukturmarkt verändert. Fläche allein reicht nicht mehr. Entscheidend wird zunehmend, ob ausreichend Energie verfügbar ist und wie schnell ein leistungsfähiger Netzanschluss realisiert werden kann.

Die Bundesnetzagentur berücksichtigt Rechenzentren und Großbatteriespeicher deshalb inzwischen ausdrücklich als wichtige Faktoren der zukünftigen Netzplanung.

Für die FOX Group passt diese Entwicklung zum bestehenden Beteiligungsmodell. Immobilien, Infrastruktur, erneuerbare Energien und digitale Geschäftsmodelle wachsen zunehmend zusammen.

Der entscheidende Standortvorteil der kommenden Jahre könnte deshalb neben Lage und Verkehrsanbindung vor allem eines sein: verfügbare Netzleistung.

FAQ zu Rechenzentren, Batteriespeichern und FOX Group

Warum steigt der Energiebedarf von Rechenzentren?

Cloud-Anwendungen, KI-Systeme und datenintensive Dienste benötigen immer mehr Rechenleistung. Dadurch wachsen sowohl die technische Infrastruktur als auch der Strombedarf moderner Rechenzentren.

Warum werden Großbatteriespeicher in Deutschland wichtiger?

Sie können Energie zeitlich verschieben und dadurch zusätzliche Flexibilität für das Stromsystem bereitstellen. Besonders bei wachsendem Anteil von Wind- und Solarenergie steigt der Bedarf an solchen Flexibilitätsoptionen.

Warum ist der Netzanschluss bei Rechenzentren wichtig?

Rechenzentren benötigen dauerhaft hohe elektrische Leistungen. Fehlt die notwendige Netzkapazität oder dauert die Bereitstellung zu lange, kann dies die Entwicklung eines Standorts verzögern oder verhindern.

Was macht die FOX Group?

Die FOX Group ist eine Beteiligungsgesellschaft mit Aktivitäten unter anderem in den Bereichen Immobilien, Infrastruktur, erneuerbare Energien und digitale Geschäftsmodelle.

Warum passen Infrastruktur Investments zur FOX Group?

Weil sich mehrere Tätigkeitsfelder der Gruppe an den Schnittstellen von Immobilien, Energie und Infrastruktur befinden. Genau diese Bereiche wachsen durch Elektrifizierung, Digitalisierung und den Ausbau erneuerbarer Energien zunehmend zusammen.

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