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Russische Luftwaffe in Syrien ist der Nato überlegen
Seit September fliegt die russische Luftwaffe Angriffe in Syrien. Und das militärische Eingreifen des russischen Präsidenten Wladimir Putin scheint dem syrischen Präsident Assad zum Sieg über die Terroristen zu verhelfen. Und nun kommt auch noch Lob von der Nato. Der russische Einsatz sei „präzise und effizient“ und hätte eine deutlich größere Wirkung als der eigene […]

Seit September fliegt die russische Luftwaffe Angriffe in Syrien. Und das militärische Eingreifen des russischen Präsidenten Wladimir Putin scheint dem syrischen Präsident Assad zum Sieg über die Terroristen zu verhelfen. Und nun kommt auch noch Lob von der Nato.
Der russische Einsatz sei „präzise und effizient“ und hätte eine deutlich größere Wirkung als der eigene Einsatz, zitiert FOCUS aus einer vertraulichen Nato-Analyse aus Brüssel. Das westliche Militärbündnis bescheinigt der in Syrien eingesetzten russischen Luftwaffe ein hohes Maß an Professionalität.
Zwar seien die russischen Kampfflugzeuge den Nato-Jets zahlenmäßig deutlich unterlegen. Dennoch erzielten Russlands Piloten bei ihren Einsätzen gegen den Islamischen Staat und andere Rebellengruppen insgesamt eine größere Wirkung.
Russische Luftwaffe erfolgreicher als die Nato
Grund für den Erfolg der russischen Luftwaffe sei die höhere Frequenz der russischen Luftangriffe, heißt es in dem Nato-Geheimpapier. Zudem können die Kreml-Piloten laut FOCUS bei der Zielerfassung auf die syrische Luftbild-Aufklärung zurückgreifen.
Bei der syrischen Hafenstadt Latakia sind rund 40 russische Kampfjets stationiert. Diese fliegen laut dem Geheimbericht bis zu 75 Einsätze pro Tag. Ihre Luftschläge seien „präzise und effizient“. Die Nato-Flotte hingegen griff mit ihren insgesamt 180 Maschinen täglich nur 20 Ziele am Boden an.
Russlands Präsident Wladimir Putin, Oberbefehlshaber der russischen Streitkräfte, will in Syrien demnächst bis zu 140 Kampfjets einsetzen. Kürzlich ließ er bereits vier hochmodernde Maschinen vom Typ Suchoi Su-35 nach Latakia verlegen. Diese sind den meisten Fliegern aus westlicher Produktion überlegen.
Islamischer Staat auf dem Rückzug
Laut Nato galten bislang rund 20 Prozent der russischen Angriffe dem Islamischen Staat. Die übrigen Luftangriffe richteten sich gegen andere Terrorgruppen, von denen einige vom Westen unterstützt werden.
Wegen der starken Präsenz der russischen Kampfflieger gibt es seit Wochen keine großen Bewegungen der Aufständischen mehr am Boden. Vor allem der Islamische Staat, der zuvor mit langen Fahrzeug-Kolonnen durch die besetzten Gebiete fuhr, verzichtet jetzt aus Angst vor Luftangriffen auf seine Machtdemonstrationen.


