Emanzipation – Ist die Zukunft der Männlichkeit in Gefahr?

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Während Frauen auf der ganzen Welt schrittweise die Treppe der Emanzipation weiter hinauf klettern, so sieht sich die Männlichkeit in einer stagnierenden Phase gefangen. Das haben sich selbst Feministinnen anders vorgestellt.

Ist die Zukunft der Männlichkeit in Gefahr? (Foto: dualdflipflop)
Ist die Zukunft der Männlichkeit in Gefahr? (Foto: dualdflipflop)

Die Zukunft der Männlichkeit

Inzwischen wird alles beschimpft, was männlich ist. Ganz aktuell ist Donald Trump zum „Mr. Macho“ geworden. Ein Name, der auch von seinem Ex-Präsidentschaftskonkurrenten Bernie Sanders verwendet wird. Ein solches Temperament sei schließlich für die Klimakatastrophe und die Wirtschaftskrise verantwortlich.

Gleichzeitig beschweren sich Ökonomen und sogar Feministinnen über die schwindende Präsenz der Männlichkeit. Was kann Mann denn heutzutage noch Gutes tun?

Erfüllt Trump die Bedürfnisse vieler Männer?

Im Gegensatz zu Trump war Barack Obama ein bekennender Feminist. Er spielt politisch korrekt und unterstützt die Rechte von Frauen wo er kann. Eine generell lobenswerte Position des ehemaligen, mächtigsten Mannes der Welt.

So erzog er auch seine Töchter: „Und ja, es ist wichtig, dass ihr Papa ein Feminist ist, denn jetzt erwarten sie das von allen Männern.“ Obama war und ist das komplette Gegenteil von Trump. Viele Soziologen sehen in Trum, was viele amerikanischen, weisen Männer vermissten.

Der Kampf für die Frau ist weltweit ins Rollen gekommen. Seit einigen Jahren ist sogar die Arbeitslosenquote von Frauen geringer als die von Männern. Aber hier geht es sicher nicht um die Frage, ob Frauen den Erfolg in der westlichen Gesellschaft nicht etwa verdient hätten.

Vielmehr geht es um die Vernachlässigung der männlichen Werte. Wo die Frauen gewinnen, verlieren die Männer. Heute ist es die Männlichkeit, die den Kampf der Emanzipation verliert. In den USA ist die Tendenz bereits klar zu sehen: „Men without Work: America’s Invisible Crisis“, so zitiert die Faz den Wirtschaftswissenschaftler Nicholas Eberstadt.

Amerikanischen Männern gehen anscheinend die Perspektiven aus. Mit automatisierten Fabrikprozessen und verweiblichten Jobs sind es die Frauen, die den Arbeitsmarkt der Zukunft gewinnen könnten. Im Extremfall bleiben die Männer Zuhause und Frauen bezahlen die Hypothek ab — schlimm? Oder egal?

Sind Männer einfach die schlechten Verlierer?

Fakt ist, die Rolle der Frau ändert sich. Doch ebenso die Rolle des Mannes. Feministen protestierten und verteidigten ihre Rechte auf der Straße. Männer hingegen nehmen jede Entwicklung einfach hin, was sollen sie auch tun? Für ihre verlorene Männlichkeit argumentieren?

In der westlichen Welt fehlt es an Vorbildern, an Männerbilder, an denen sich die Jungen von Heute orientieren können. Wir leben in einer Welt, in der der Mann der Frau gleichgesetzt wird. Gesellschaftlich gesehen ist das super toll, doch aus einer biologischen Sicht eventuell ein Problem. Auch Männer wollen gelobt werden.

Oder geht in dieser Diskussion hauptsächlich um ein angekratztes Ego? Soziologen sehen schließlich in jeder Kette von Hinweisen einen „gefährlichen Trend“.

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