Wie man sein Fondsvolumen jedes Jahr verdreifacht

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Dem Immobilieninvestor Publity AG gelingt es dieses Jahr voraussichtlich, das verwaltete Fondsvolumen auf rund 1,5 Milliarden Euro zu verdreifachen. Für 2016 strebt Vorstandschef Thomas Olek sogar ein Fondsvolumen von 3 Milliarden Euro an.

Thomas Olek Publity AG
Thomas Olek, Vorstandschef der Publity AG (Screenshot: immobilienmanager TV)

Die Publity AG ist seit über 16 Jahren in der Immobilienbranche tätig. Sie hat schon mehr als 520 Immobilien gewinnbringend verkaufen können. Der Leipziger Finanzinvestor erwirbt renditestarke Gewerbeobjekte vor allem in deutschen Ballungszentren wie Frankfurt am Main oder München.

Innerhalb nur eines Jahres ist es Publity gelungen, ihr Fondsvolumen zu verdreifachen. Noch Ende 2014 verwaltete Publity ein Fondsvolumen in Höhe von 500 Millionen Euro. Ende dieses Jahres sollen es rund 1,5 Milliarden Euro sein. Wird Publity in diesem hohen Tempo weitermachen?

Thomas Olek will Tempo beibehalten

„Wir wollen das Tempo beibehalten“, sagte Tomas Olek, Vorstandschef der Publity AG, im Interview mit immobilienmanager TV. „Im nächsten Jahr streben wir 3 Milliarden Euro an.“ Bis zum Jahr 2017 solle das Fondsvolumen – neudeutsch „Assets under Management“ – sogar auf 5 Milliarden Euro anwachsen.

Diese deutliche Steigerung des verwalteten Fondsvolumens sei eine Folge der Möglichkeiten, die sich derzeit am Markt bieten, sagt Thomas Olek. „Wir haben sehr guten Zugang zu Banken und können sehr günstig einkaufen. Deswegen ist es die optimale Möglichkeit, sein Geld momentan zu investieren.“

In der Regel tritt Publity als Co-Investor auf. „Wir haben zwei Luxemburger Joint Venture Gesellschaften, die nach demselben Modell arbeiten. Insgesamt ist unser Co-Investment 3 Prozent.“ Thomas Olek erklärt, welche stattlichen Renditen Publity für Anleger erwirtschaftet, räumt aber zunächst mit einem Missverständnis auf:

„Wir kaufen keine notleidenden Immobilien, sondern Immobilien aus notleidenden Finanzierungen. Das können unterschiedliche Formen sein, das können ABS-Strukturen sein, das können geschlossene Fonds sein. Das sind aber sehr häufig einfache Bankfinanzierungen, die nicht prolongiert werden können.“

„Die Rendite, die wir erwirtschaften, ist aus der Mietrendite ungefähr 7,5 Prozent. Und gesamt mit Exit-Verkäufen ungefähr 15 bis 21 Prozent unlevered.“

Publity konzentriert sich auf den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt, insbesondere auf den Büroimmobilienmarkt. Diesen müsse man anders sehen als den Wohnungsmarkt, der „momentan immer mehr explodiert“, so Thomas Olek. Zwar gebe es im Büroimmobilienmarkt nur Wachstumschancen von 10 bis 20 Prozent. Dennoch sei es „ein sehr gutes Investment“.

6 KOMMENTARE

  1. Im Büroimmobilienmarkt NUR Wachstumschancen von 10 bis 20 Prozent? Die meisten wären damit wirklich mehr als zufrieden, Herr Thomas Olek.

  2. Habe mal für Thomas Olek gearbeitet und eine gute Meinung von Herrn Olek. Er kommt aus der „Perle des Ruhrgebiets“, aus Essen, und die tragen das Herz auf der Zunge. Na klar hat Olek eine große Klappe und ist selbstbewusst wie Otto, aber dieser Hund bellt nicht nur, er beisst auch. Olek ist mittlerweile wohl die Nummer 1 der großen Drei geworden. Thomas Olek – Alfred Wieder – Otmar Knoll. Wie gesagt, soll kein Lobgesang sein aber ich finde es nun einmal gut, wenn Macher machen. Und nein – ich bin kein Schönschreiber. Bin mal gespannt ob der Beitrag nicht gelöscht wird. 🙂

  3. Ein schöner Moment in dem Interview, wo die Journalistin zu Thomas Olek sagt, dass er eine „stattliche Rendite“ erwirtschaftet. Mit einer wissenden und stolzen Geste stimmt er ihr zu. Sehr sympathisch der Typ!

  4. Seit dem Börsengang im April 2015 hören die Korken bei der Leipziger Publity AG nicht mehr auf zu knallen.

    Innerhalb von Jahresfrist konnte das Team um den Immobilienprofi Thomas Olek Objekte im Wert von 1,1 Milliarden Euro erwerben und den operativen Überschuss von 2,8 Millionen Euro auf mehr als 13 Millionen steigern.

  5. Fragt doch mal den so schön in Szene gestellten Thomas Olek, ob er das so meint wie es hier zitiert ist? „Dabei wurde eine Wandelschuldverschreibung immer wieder explizit nachgefragt. Wir haben dem sehr gern entsprochen, weil wir mit einem Wandler die Möglichkeit haben, weitere Wachstumsschritte zu attraktiven Konditionen zu finanzieren und gleichzeitig die Altaktionäre nur dann eine Verwässerung erfahren, wenn die publity-Aktie sich in den kommenden Jahren positiv entwickelt. Dann sind wir gerne bereit, die Financiers unserer Expansion auch am Eigenkapital zu beteiligen. Insofern trägt die Wandelschuldverschreibung den Interessen von Investoren, Altaktionären und vor allem natürlich des Unternehmens Rechnung“ Also ich bin schon seit 30 Jahren Emittent und bei uns hat noch nie jemals einer nach einer Wandelanleihe nachgefragt. Steht im Übrigen in einem Interview mit dem Immobilien Großmogul aus Leipzig:http://www.bondguide.de/topnews/die-financiers-unserer-expansion-auch-am-eigenkapital-beteiligen/

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