Schirm-Sharing: Startup verliert 300.000 Regenschirme

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Bike-Sharing boomt in China. Danach sollte das Konzept auch in anderen Bereichen funktionieren, oder? Das dachte sich auch ein Regenschirm-Sharing-Startup und flutete 11 Städte mit Regenschirmen. Doch nach nur wenigen Wochen wurden fast alle ihrer 300.000 Regenschirme als vermisst gemeldet.

Schirm-Sharing: Startup verliert 300.000 Regenschirme (Foto: Studio Incendo)
Schirm-Sharing: Startup verliert 300.000 Regenschirme (Foto: Studio Incendo)

Startup verliert 300.000 Regenschirme

Die in Shenzhen stationierte Firma ‚Sharing E Umbrella‘ wurde Anfang des Jahres mit 10 Millionen Yuan (1.3 Millionen Euro) gegründet. Basierend auf dem bekannten, und durchaus erfolgreichen Model einer Sharing-Economy war ein Scheitern fast ausgeschlossen.

Kunden brauchten lediglich eine App auf ihrem Smartphone mit der sie 2,45 Euro Kaution hinterlegten und sich dann einen Regenschirm ausleihen konnten. Die Nutzung/ Miete kostete dann gerade einmal 0,64 Euro für eine halbe Stunde.

CEO Zhao Shuping ist von der Sharing-Economy überzeugt; Bike-Sharing fasziniert ihn total. Laut ihm könne inzwischen alles auf der Straße geteilt werden.

Seit Uber und Airbnb suchen Investoren nach der nächsten, großen Marktrevolution. Doch selbst diese zwei Giganten haben es im lokalen Konkurrenzkampf nicht einfach.

Sharing ist King

In chinesischen Städten tobt der Bär – das heißt, eine unglaublich große Anzahl von jungen Menschen verkehrt in einem sehr kleinen Radius. Wer hier mit der richtigen Idee kommt, hat gewonnen. Man sieht bereits wie sich Startups um das nächste „Ding“ streiten. Versucht wird nämlich alles. Von geteilten Basketbällen bis zu Ladegeräten für Smartphones. Nur sind manche Ideen erfolgreicher als andere, schreibt Shanghaiist.

Sharing E Umbrella musste die schmerzhafte Erfahrung machen, dass Schirm-Sharing nicht so einfach ist wie anfänglich vermutet. Anders als Fahrräder benötigen Regenschirme einen sicheren Platz, an dem man sie aufhängen kann.

Dieses Problem war auch für die Kunden offenbar zu mühsam. Anstatt die Regenschirme zurückzugeben, behielten sie sie lieber Zuhause für sich selbst.

Aufgegeben wird die Idee jedoch nicht. Bis zum Ende des Jahres sollen weitere 30 Millionen Regenschirme in chinesischen Städte zur Verfügung gestellt werden. Sharing E Umbrella muss sich allerdings mit 14 Kontrahenten in ihrer Nische messen.

Und, abgesehen von den bereits bekannten Problemen ist auch der Regen ein entscheidender Faktor, den man nicht vergessen darf. Das Schirm-Sharing-Business ist klar von Regen abhängig. Da es in China hauptsächlich im Sommer regnet, sind stabile Umsätze nur schwer zu erzielen. Abgesehen davon: Wo es regelmäßig regnet haben Menschen bereits ihre eigenen Regenschirme.

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