Fußball-Star Rivaldo warnt Touristen vor Rio de Janeiro

1

Wegen der anhaltenden Gewalt im Land hat Brasiliens Fußball-Star Rivaldo Touristen gewarnt, sie sollten nicht zu den Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro kommen.

Der frühere brasilianische Fußball-Star Rivaldo empfiehlt Touristen, nicht zu den Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro zu kommen. Grund für die Warnung ist die anhaltende Gewalt im Land. Rivaldo nutzte seinen Instagram-Account für die Warnung und wies auf den Fall eines 17-jährigen Mädchens hin, das am Samstag bei einer Schießerei getötet wurde.

Rivaldo: „Hier riskiert ihr euer Leben“

„Es wird hier jeden Tag schlimmer“, schreibt Rivaldo. „Ich empfehle allen, die vorhaben, Brasilien für die Olympischen Spiele zu besuchen, bleibt zuhause! Hier riskiert ihr euer Leben. Und ich rede noch nicht einmal über den Zustand der öffentlichen Krankenhäuser und die ganze Sauerei in der brasilianischen Politik. Nur Gott kann die Situation in unserem Brasilien ändern.“

Rivaldo zählte zwischen 1995 und 2002 zu den besten und torgefährlichsten Mittelfeldspielern der Welt. Im Jahr 2002 wurde er mit der brasilianischen Nationalmannschaft Weltmeister. Heute ist er Präsident der brasilianischen Mannschaft Mogi Mirim EC.

Die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro beginnen schon in weniger als drei Monaten. Doch die Ticket-Verkäufe laufen nur schleppend, berichtet Associated Press.

Laut Amnesty International wurden in den verarmten Favelas von Rio de Janeiro allein im April elf Menschen bei Schießereien mit der Polizei getötet. Im vergangenen Jahr wurde 307 Menschen von der Polizei erschossen. Das entspricht 20 Prozent der Tötungen in der Stadt.

Rivaldo warnt Touristen vor Rio de Janeiro
Rio de Janeiro ist eine gefährliche Stadt. (Foto: Edgar Alfonseca)

Gewalt in Rio de Janeiro

Jedes Jahr werden in Brasilien 10.500 Kinder getötet. Weil die circa 24.000 Straßenkinder bei den Olympischen Spielen die Illusion einer malerhaften Metropole stören würden, muss die Polizei die Straßenkinder vorher aus dem Weg schaffen. In vielen Gegenden sind Kinder einfach verschwunden. Niemand weiß, wo sie sind oder ob sie noch leben.

Die massive Gewalt ist aber nur eines der Probleme im Vorfeld der ersten Olympischen Spiele in Südamerika. Hinzu kommen der Zika-Virus und die Wasserverschmutzung. Zudem befindet sich Brasilien in der schlimmsten wirtschaftlichen Rezession seit Jahrzehnten. Präsidentin Dilma Rousseff kämpft gegen eine Amtsenthebungsklage.

1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here