Netflix unter Druck: 6-Milliarden-Budget muss sich lohnen

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Netflix produziert in letzter Zeit einen Hit nach dem anderen. Chief Content Officer Ted Sarandos war besonders auf das Hip-Hop Drama „The Get Down“ stolz, aber auch bekannte Shows wie „House of Cards“ und „Designated Survivor“ halten die Kunden an der Stange.

Netflix unter Druck: 6 Milliarden Butget und und immer noch im Minus. (Foto: Helge Thomas)
Netflix unter Druck: 6 Milliarden Butget und und immer noch im Minus. (Foto: Helge Thomas)

Produziert Netflix Erfolge oder Flops?

Die vielen Produktionen nur ein Hit bis sie sich zum Flop entwickeln. Ein Phänomen, über das nur spekuliert werden kann. Netflix veröffentlicht nämlich keine Zuschauerzahlen und Gewinneinnahmen.

Die Strategie ist aber offensichtlich. Wenn sich keiner für eine Show interessiert, wird sie abgesetzt. Nach elf Episoden mussten sich Fans von „The Get Down“ verabschieden, auch „Sense 8“ wurde nach zwei Staffeln abgesetzt.

Natürlich behauptet der Streamingdienst, dass jede neue Show ein Erfolg ist. Nachprüfen kann das ja keiner. Viel mehr Flops kann sich die Onlinemediathek aber bald nicht mehr leisten. Auch dieses Jahr wird wieder für mehr als 6 Milliarden Dollar produziert.

Und keiner produziert mit so viel Insiderwissen-Wissen. Man könnte hierbei schon fast von einem spielentscheidenden Vorteil sprechen – denn Netflix weiß mehr über Zuschauerverhalten als jeder andere.

Jeder weiß, dass Publikumsschlager wie NCIS oder CIA in den USA bist zu 18 Millionen Zuschauer anlockt. Doch wie viele Menschen House of Cards auf Netflix gucken, das bleibt der Öffentlichkeit ein Rätsel.

Der Wettbewerb ist sauer

Nicht nur Kontrahenten aus der TV-Welt oder Produktionsfirmen wie 21 Century Fox sind mit der fehlenden Transparenz von Seiten Netflix unzufrieden. Auch Produzenten, die für den beliebten TV-Ersatz schreiben und filmen, würden gerne wissen, wie viele Menschen ihre Shows denn tatsächlich ansehen.

Direkte Kontrahenten von dem Streamingdienst machen es allerdings genauso. Ob Amazon oder HBO, sie behalten ihre Insider-Infos ebenfalls für sich. Amazon produziert jedes Jahr für 4,5 Milliarden Dollar. Vor allem zwei Shows stachen letztes Jahr heraus: „Manchester by the Sea“ und „Transparent“ wurden beide mit positiver Kritik und Preisen überhäuft.

Wenn eine Show „flopt“, ist das teuer. Netflix hat für „The Get Down“ 120 Millionen Dollar in den Sand gesetzt. Marco Polo wurde auch nicht weiterverfolgt und kostete den Streamingdienst 90 Millionen Dollar.

Wie Spotify ist auch Netflix mit seinem Cash-Flow hinterher. Beide „Gamechanger“ erscheinen als die profitabelsten Unternehmen, doch die Onlinedienste müssen sich immer noch Geld leihen, um aktuelle Investitionen zu finanzieren.

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