Island: Baby Boom nach Sieg gegen England

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An die Europameisterschaft 2016 erinnern wir uns alle. Doch Island hängt ganz besonders an dieser Erinnerung. Für den isländischen Fußball war 2016 ein historisches, ja ein impulsives Jahr.

Island/ Baby-Boom nach beschämenden Sieg gegen England. Hier: Ari Freyr Skulason und seine Tochter nach dem Sieg gegen England. (Foto: l3o_)
Island/ Baby-Boom nach beschämenden Sieg gegen England. Hier: Ari Freyr Skulason und seine Tochter nach dem Sieg gegen England. (Foto: l3o_)

Island: ein Baby Boom wie nie zu vor

Eine kleine skandinavische Nation mit 330.000 Einwohnern stürzte mal eben den Weltmeister, den Gott des Fußballs. So etwas passiert nicht jeden Tag, das wissen auch die Isländer.

Wie es sich herausstellte, war ihnen die positive Weltpresse nicht genug. Island wurde offenbar so sehr von dem Sieg mitgerissen, dass sie nicht mehr aufhörten zu feiern, schreibt der Independent.

In den neun Monaten, seitdem Island England mit einem 2-1 demütigte, sah das Land eine rekordbrechende Geburtenrate. Ein Baby Boom, den es so noch nicht gegeben hat.

Und jetzt schlägt der Boom ein: das Wochenende vom 25. und 26. März hatte die höchste Anzahl von verabreichten Epiduralanästhesien, die je verzeichnet wurde. Eine Epiduralanästhesie ist eine schmerzstillende Injektion in das Rückenmark. Am häufigsten wird diese Prozedur bei Schwangerschaften angewendet.

Die Frage bleibt: ist der drastische Baby Boom mit der Europameisterschaft 2016 zu erklären? Und wenn ja, wie viele Kinder werden wohl nach diesem so heroischen Sieg benannt werden?

2-1 gegen England

Island war auf dem 34. Platz der Weltrangliste nach dem 2-1 Sieg gegen England. Das das skandinavische Land überhaupt die Qualifikationsrunde überstanden hatte, war bereits Grund zum Jubel. Zum Teil auch deshalb, weil die Europameisterschaft 2016 Islands erstes internationales Tournier gewesen ist.

„Wir haben dran geglaubt. Der Rest der Welt hatte es nicht für möglich gehalten, aber wir schon.“ So wird Verteidiger Arnason in der BBC zitiert.

Islands Bevölkerung limitiert sich mal auf gerade einmal 330.000 Menschen. 10 mal weniger als in Wales. Außerdem leben geschätzte 8 Prozent der Isländer in Frankreich bei ihren Verwandten.

Vor dem Turnier war Island auf dem 131. Platz. Wer 100 Plätze auf einmal schafft, hat jeden Jubel verdient. „Das ist ohne Zweifel die größte Errungenschaft in der Geschichte des isländischen Fußballs. Wir haben die Welt geschockt,“ so Arnason.

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