Europas offene Grenzen sind Erdogans beste Geldquelle

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Rund 2 Millionen Flüchtlinge leben derzeit in der Türkei. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan könnte sie jederzeit in die EU weiterreisen lassen. Europas offene Grenzen verschaffen der Türkei eine exzellente Verhandlungsposition gegenüber der EU, die selbst nicht in der Lage ist, ihre Grenzen zu sichern.

Europas offene Grenzen sind Erdogans beste Geldquelle
Juncker, Erdogan und Tusk führten harte Verhandlungen. Erdogan forderte viel Geld für seine Dienste als Europas Torwächter. (Screenshot: T.C. Cumhurbaşkanlığı)

Mitte November letzten Jahres trafen EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und der EU-Ratspräsident Donald Tusk auf den türkischen Präsidenten Erdogan. Thema des Dreiergesprächs am Rande des G20-Gipfels in Antalya war die eskalierende Flüchtlingskrise.

In diesem Gespräch hat Erdogan unter anderem damit gedroht, die Westgrenzen der Türkei komplett für Migranten zu öffnen, wenn die EU nicht mehr Geld an die Türkei überweist. Dies geht aus dem geheimen Gesprächsprotokoll hervor, das die griechischen Nachrichtenseite Euro2Day nun veröffentlicht hat.

Erdogan nutzt offene Grenzen als Drohung

„Wir können die Tore nach Griechenland und Bulgarien jederzeit öffnen und die Flüchtlinge in Busse setzen“, hat Erdogan laut Protokoll gesagt. „Was wollen Sie mit den Flüchtlingen machen, wenn Sie keinen Deal bekommen? Die Flüchtlinge töten?“

EU-Ratspräsident Donald Tusk habe geantwortet, man könne die EU weniger attraktiv für Migranten machen, auch wenn man das nicht wolle.

Daraufhin habe Erdogan gesagt, dass dann die EU mit mehr als nur einem toten Jungen an der türkischen Küste wird rechnen müssen. „Es werden 10.000 oder 15.000 sein. Wie wollen Sie damit umgehen?“

Neben den Geldforderungen brachte Erdogan die Beitrittsverhandlungen der Türkei ins Gespräch. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sagte mit Blick auf ein Treffen in Brüssel Anfang Oktober: „Wir arbeiten hart, und wir haben Sie in Brüssel wie einen Prinzen behandelt.“ Erdogan sagte: „Wie einen Prinzen? Natürlich, ich repräsentiere kein Dritte-Welt-Land.“

EU-Kommission und EU-Rat wollten die Echtheit des Dokuments bisher weder dementieren noch bestätigen, berichtet der Spiegel. Doch ein ranghoher Mitarbeiter der EU-Kommission habe die Authentizität gegenüber Dritten bestätigt.

Türkei sitzt am längeren Hebel

Zwar hat Erdogan eine Zahlung von nur 3 Milliarden Euro akzeptiert, die er in Antalya noch als „Beleidigung“ bezeichnet haben soll. Doch eine Sprecherin der EU-Kommission sagte am Montag erneut, dass die 3 Milliarden Euro nur „ein Anfangsbetrag für die Jahre 2016 und 2017“ ist.

Auch in der Bundesregierung weiß man, dass Erdogan in der Flüchtlingskrise am längeren Hebel sitzt. Die 3 Milliarden Euro für die Türkei müssen sicherlich bald aufgestockt werden. „Jeder weiß, dass er uns erpressen kann“, heißt es im Umfeld von Angela Merkel. „Und wir werden zahlen.“

41 KOMMENTARE

  1. Typisch due verlogenen Sozialschmarotzer. Dazu noch doof wie Brot und faul wie Scheisse. Soll er seine angeblichen Landsleute aus Deutschland holen und arbeiten lassen. Kein wunder das unruhe aufkommt. Mit recht. Dieser Drecksack, alle raus

  2. Aber nur weil die EU nicht in der Lage ist die eigenen Grenzen zu schützen. Diese Politik ist unvertändlich, sdich erpressen zu lassen. Jahrelange Tabus zu brechen. Ich glaube das nennt man Unfähigkeit.

  3. Tja nun mal wieder eins…wie ist das mit der Grenzsicherung…AFD sagte dazu das man das zur Not mit Schusswaffe machen müsste…also das was ich da gesehen habe sind keine Wattebällchen die da an der Türkischen Grenze eingesetzt werden…und dafür das wir eine unfähige Politik haben, müssen wir halt bezahlen…bis es das Volk irgend wann mal versteht das es ohne Grenzen nicht geht….

  4. Alle die mal mit der Türkei Geschäfte gemacht haben wissen dass vom dorfschulzen bis zum Minister alle korrupt sind…und erdogan ist der oberabgreifer der jetzt die Chance hat die Europäische Kuh zu melken die ihm sonst immer den arsch gezeigt hat…Frau m will nicht die eigene Grenze sichern sondern glaubt sich bei einem Verbrecher frei kaufen zu können….der wird uns was scheissen

  5. Es ging und wird nie ohne Grenzen sicher sein …
    Die alten Grenzen wurden abgerissen …und jetzt werden wieder welche gebaut werden ….auch so Kampmann Steuergelder verschwenden …. Danke für nix

  6. Beste Geldquelle? So ein Schwachsinn!
    Die über 2,5 Millionen Flüchtlinge in der Türkei haben den Staat allein bisher schon 9-10 Milliarden Euro gekostet. Die 3 Milliarden der EU sind allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein und der verlogene Versuch sich aus der Verantwortung zu stehlen.
    Entweder mitzahlen oder aufnehmen, auch die Türkei hat keine Lust die alleinige Melkkuh aller Flüchtlinge der Welt zu sein!

  7. und die blöde Merkel setzt auf diesen Halunken? unfassbar?…soviel zu ihrer Politik des bezahlen mit Deutschen Steuergeldern, anstatt dauerhafte Politische Lösungen zu bieten, zu fordern oder Konsequenzen folgen zu lassen! Erdogan/Türkei ist kein EU Staat also könnten wir direkt am Bosporus Europa enden und schließen. Oh ich habe die Griechen vergessen auf die kann sich Europa genau so wenig verlassen, Schade eigentlich! Wenn Erdogan in die Eu möchte sollte er Kooperieren und in Vorleistung gehen, ansonsten Grenzen dicht machen, kein Pardon!

  8. In D und Ö haben wir ca 2,5 Mio Türken. Der Adolf Erdogan erpresst die EU mit 2 Mio Flüchtlingen, die er weiterleiten will. Wenn die EUler nicht solche Weicheier wären, würden sie ihm einen Austausch 1:1 vorschlagen – wär ja nur fair, oder …

  9. Na ja, so wenig ich „Obersultan“ Erdogan auch mag denke ich, dass die Türkei, die seit Jahren Millionen (aktuell 2,5 Mio.) Flüchtlingen zumindest Unterschlupf und Nahrung gibt damit auch „einiges“ an Kosten hat!!

  10. Der Erdogan ist ein berechnender Despot und Europa lässt sich erpressen was sind das alles für Schleimscheisser die verraten Europa an einen Kurdenmörder und IS Unterstützer was ist das
    alles für ein verbrecherisches Lumpenpack

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