Schneller als Fliegen: Der deutsche Hyperloop

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Der deutsche Unternehmer Dirk Ahlborn entwickelt gerade den Hyperloop. Ein futuristisches Transportmittel, das bis zu 1200 Kilometer pro Stunde schnell ist. An dem Projekt arbeiten derzeit 520 Mitarbeiter in der ganzen Welt.

Dirk Ahlborn entwickelt den Hyperloop

Sind Entrepreneure die Superhelden von heute? Nach und nach werden die größten Probleme der Menschheit gelöst, und alles nur mit Gehirnpower. Bill Gates hat ein System entwickelt, das Fäkalien zu Wasser verwandelt und bei Van Hulley in den Niederlanden kann man sein altes Hemd zu Boxershorts verarbeiten lassen. Ideen, die der Mensch zum Überleben braucht, und Ideen, die die Welt ein Stück fairer und sozialer machen.

Dirk Ahlborn löst ein anderes Problem. Mit seinem Hperloop soll es schon bald möglich sein, mit 1200 Kilometer pro Stunde von Großstadt zu Gr0ßstadt zu düsen. Die 650 Kilometer von Los Angeles nach San Francisco macht man dann mal eben in etwa einer halben Stunde. Ist der Hyperloop erst einmal fertig, kommt das Fliegen bestimmt schnell mal aus der Mode.

Der 39 Jahre alte Unternehmer kommt ursprünglich aus Berlin. Er ist gerade dabei ein futuristisches Transportmittel zu entwickeln, das „mit Raketengeschwindigkeit“ fahren kann, schreib die FAZ. Wer sich jetzt einen 10 Hektar großen Hallenkomplex mit Versuchslaboren und unzähligen Mitarbeitern vorstellt, hat weit gefehlt. Dirk Ahlborn ist der Chef von Hyperloop Transportation, ein Unternehmen der anderen Art.

Die Firma beschäftigt gerade einmal eine Handvoll Vollzeitangestellte, die meiste Arbeit wird nämlich von 520 Mitarbeitern Zuhause, auf der ganzen Welt geleistet. Nur die Besten der Besten arbeiten für den deutschen Entrepreneur, die er persönlich ausgesucht hat. Top Leute von Tesla, Apple und Boing haben sich mit einem Teilzeit-Vertrag dem Hyperloop verpflichtet. Sie arbeiten meistens 10 Stunden in der Woche an der futuristischen Transportvariante.

Nun aber: Was ist der Hyperloop?

Vor knapp drei Jahren stellte der Vorstandsvorsitzende des Elektroautoherstellers Tesla eine Idee vor. Der Hyperloop folgt dem Prinzip der Rohrpost, Passagiere werden hier in einer Kapsel durch eine Stahlröhre transportiert. Die Fahrtgeschwindigkeit liet bei 1200 km/h.

Dem Chef der wohl modernsten Autos der Welt war dieses Projekt dennoch zu groß, er kümmere sich im Moment lieber um seine eigene Firma. Also stand das Projekt auf heißen Kohlen, bis zwei Entrepreneure sich der Sache annahmen. Jetzt liefern sich die beiden ein Rennen: wer wird zuerst abliefern können? Dirk Ahlborn hat bereits zwei Jahre Vorsprung und ist sich demnach seiner Sache ziemlich sicher. Man sollte also besser nicht auf die Konkurrenz wetten.

Sein Team hat er sich mit einer eigenst kreierten Crowdfunding Seite zusammengestellt. Auf „Jumpstartfund“ kann man neben Geld auch um Arbeitskraft bitten. Mit dieser Art von vernetztem Arbeiten fallen auch keine Personalkosten an, denn Angestellte werden mit prozentualen Firmenanteilen entlohnt. In der Zukunft wird sich dann herausstellen, ob die zeitliche Investition es Wert war. Hyperloop Transportation arbeitet inzwischen auch mit 30 verschiedenen Unternehmen zusammen, die auch alle mit Aktienoptionen bezahlt werden.

Die erste Röhre soll mit einem geplanten Budget von 150 Millionen Dollar zwischen Los Angeles und San Franzisko entstehen. Dirk Ahlborn plant aber schon viel größer. Im Moment verhandelt das Unternehmen ein Röhren-Netzwerk mit 20 Städtepaaren, darunter Bukarest und Budapest.

Was sich auf den ersten Blick unbezahlbar anhört, könnte am Ende schon fast kostenlos für das allgemeine Volk nutzbar sein. Der Hyperloop produziert nämlich mehr Energie als er benötigt. Diese kann dann verkauft und ins Stromnetz eingespeist werden. Laut Ahlborn soll die neue Art des Reisens nicht zu einem exklusiven und teuren Vergnügen werden.

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