Die Krawatte kommt im Silikon Valley aus der Mode

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Deutsche Führungskräfte machen mit ihrem legeren Kleidungsstil Schlagzeilen. Immer mehr verbannen die Krawatte aus ihrer Garderobe. Das Silikon Valley ist bekannt für seine Modesünden.

Die Krawatte kommt im Silikon Valley aus der Mode. (Foto: Screenshot)
Die Krawatte kommt im Silikon Valley aus der Mode. (Foto: Screenshot)

Silikon Valley: Stadt des schlechten Geschmacks

Das Silikon Valley muss sich immer neue Modesünden eingestehen. Mark Zuckerberg und Steve Jobs wurden zu Aushängeschilder für den schlechten Geschmack in den oberen Chef-Etagen. Bis jetzt waren die Pulloverträger zwei Extreme, die ihre Kollegen mit ihrem Sinn für schlechte Kleidung nicht weiter ansteckten.

Jetzt brechen ausgerechnet deutsche Vorstandsvorsitzende auch noch die letzten Tabus. Der neue Trend heißt: keine Krawatte. Seit ewiger Zeit war die Halsmode Teil eines abgerundeten und professionellen, männlichen Auftretens. Immer mehr einflussreiche Personen geben diesem Trend nach.

Mode ändert sich rapide

Die Automobilindustrie verändert mit jeder neuen technologischen Erfindung. Viele kommen mit der Geschwindigkeit der heutigen Digitalisierung gar nicht mehr hinterher. Die Mode verändert und entwickelt sich in aufstrebenden Branchen mit, sie ist ein Indikator für große Veränderung.

Vorstandsvorsitzender der Daimler AG Dieter Zetschesaid ist einer der ersten, die jegliche Krawatte oder Fliege von seiner Garderobe verbannt hat. Mit 62 Jahren diktiert er den neuen Trend mit engen Jeans, weißem T-Shirt und Jackett. Natürlich trägt er keine Krawatte oder Fliege. Laut dem Chef von Mercedes ist diese Garderobe gang und gäbe in seinen Produktionsstätten.

Deutschland diktiert die Weltmode

Man kann den Trend der legeren Kleidung in ganz Deutschland beobachten. Führungspositionen versuchen hier im Lande einen modernen Look zu kreieren, einer der die globalen Entwicklungen in der digitalen Welt widerspiegeln soll. Mercedes, Volkswagen, Bosch und Siemens zeigen sich alle in unseriösem Licht, welches natürlich nur so lange als unseriös gilt, bis es neu definiert wird.

Die Krawatte gilt eigentlich als universelles Must-have in allen Büros und beruflichen Arbeitsfeldern. Wenn deutsche Manager ihren Schlips mit Absicht zu Hause lassen, erregt das erst einmal große Aufmerksamkeit. Aber sie setzen mit ihrem modischen Mut ein eindeutiges Zeichen.

Krawatte kommt aus der Mode

Wahre „Game-Changer“ tragen heutzutage keine offiziell-anerkannte Kleidung mehr. „Wenn Du die Welt von deinen Innovationen überzeugen willst, trägst du keine Krawatte.“ So zitiert Bloomberg Manfred Abraham, einen Partner bei BrandCap in London.

Wirklich große Veränderungen werden nicht von Schlipsträgern entschieden. Sie müssen in keinen Standard passen oder ein Image wahren. Einem Steve Jobs kann es egal sein, was andere von seinen Turnschuhen denken. Denn er ist derjenige, der die weltbesten Computer herstellt. Wenn also Dieter Zetschesaid ein Auto baut, das einen ohne menschliche Hilfe sicher ans Ziel bringt, kann er tragen was möchte.

Mit großem Erfolg kommt großes Ego, und viel Selbstvertrauen. Große Bosse erfinden sich gerne mal neu und erregen damit noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit als sie ohne hin schon genießen. So hat sich der Chef von Siemens mal eben von Josef Kaeseris zu „Joe“ unbenannt. Die Zeit in Kalifornien steigt einem anscheinend zu Kopf, denn sein Technik-Direktor Siegfried Russwurm nennt sich jetzt nämlich „Sigi“.

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